Erstellt am 12. Juli 2016, 05:27

von Claus Stumpfer

Dadic triumphiert. Die Siebenkämpferin präsentiert sich in Amsterdam in absoluter Topform und kann gleich mehrere Erfolge einfahren.

Ivona Dadic ist der neue Superstar der österreichischen leichtathletik — und sie startet seit heuer für die Union St. Pölten! ÖLV, Gepa  |  NOEN

Historischer Erfolg für Ivona Dadic am Freitag und Samstag bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Amsterdam. Die 22-jährige Siebenkämpferin in Diensten der Sportunion St. Pölten hat gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Bronze bei der EM, Olympialimit für Rio, und mit 6408 Punkten ihren eigenen österreichischen Rekord um 200 Punkte pulverisiert!

„Unbeschreiblich, mir fehlen die Worte“, meinte Dadic unmittelbar nach dem Sensations-Wettkampf. „Ganz ehrlich: Ich hatte vor der EM nicht für möglich gehalten, dass ich eine Medaille holen kann. Andererseits hab ich gewusst, was in einem Siebenkampf möglich ist und welches Potenzial ich noch nach oben habe. Ich habe diesen EM-Wettkampf von der ersten Sekunde an genossen. Vor allem, weil ich fit und in Topform bin. Und je mehr Leute im Stadion sind, umso mehr Spaß habe ich. Ich bin ein echtes Rennpferd.“

„Danke an alle meine Unterstützer“

Der Dank von Dadic galt nicht zuletzt ihrem perfekten Umfeld. „Hier in Amsterdam habe ich gezeigt, dass ich am besten Weg bin, nach meinen Verletzungen ganz die Alte zu werden. Und das ist nur möglich, weil ich ein perfekt funktionierendes Umfeld um mich habe. Danke an alle meine Unterstützer und die, die immer an mich geglaubt haben!“

Weiter geht’s ab sofort mit dem Aufbau Richtung Olympia in Brasilien: „Heute wird gefeiert. Aber ab morgen heißt es wieder: auf dem Boden bleiben und arbeiten, arbeiten, arbeiten!“

Gottfried Lammerhuber war als NÖLV-Präsident und Obmann der Union St. Pölten live vor Ort dabei und natürlich begeistert: „Herzliche Gratulation an Ivona zu einer absoluten Weltklasseleistung! 6408 Punkte sind der Lohn härtester Arbeit! Gratulation und auch großer Dank an das gesamte Team rund um die Trainer Gregor Högler und Philipp Unfried, die hier nichts dem Zufall überlassen und immer 150 Prozent Einsatz zeigen!“

Mit Eva Wimberger hatte die Union St. Pölten eine zweite Athletin in Amsterdam am Start. Wimberger, wie Dadic eigentlich Oberösterreicherin, hat sich bei ihrem ersten Großereignis sehr gut präsentiert und ist über 100-m-Hürden im Vorlauf fast persönliche Bestleistung gelaufen. Die erzielten 13,43 Sekunden bedeuteten Rang 22 im Gesamtklassement für die ebenfalls 22-Jährige.