Erstellt am 02. August 2016, 05:33

von Claus Stumpfer

Zwei Titel für Union. Gold für Carina Schrempf und die St. Pöltner Damen-Sprintstaffel bei österreichischen Staatsmeisterschaften.

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Bei den Staatsmeisterschaften am Universitätssportzentrum Rif in Salzburg gab es für die österreichische LA-Elite den Saisonhöhepunkt und für die Olympiastarter die letzte Generalprobe vor Rio de Janeiro. Nicht dabei war aus St. Pöltner Sicht EM-Bronzemedaillengewinnerin Ivona Dadic, die aufgrund einer leichten Verletzung nicht ihren Olympiastart riskieren wollte.

Dafür war mit Beate Schrott die Olympia-Siebente von London am Start. Schrott, die im letzten Jahr immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, tat sich auch in Salzburg schwer. Bei starkem Gegenwind touchierte die St. Pöltnerin leider im Finale über 100 Meter Hürden die so wichtige erste Hürde und kam daher nicht mehr in den so wichtigen Rennrhythmus. Den klaren Sieg sicherte sich mit Stefanie Bendrat dann auch die Jahressschnellste. Am zweiten Platz landete nach einer starken Darbietung EM-Starterin Eva Wimberger von der Union St. Pölten. Das Podest komplettierte Schrott mit Rang drei.

Nächste Woche geht es für Schrott und Dadic nach Rio, wo die Leichtathletikbewerbe am 12. August beginnen.

Für das Highlight aus St. Pöltner Sicht sorgte Carina Schrempf, die nach langer Verletzungspause just bei den Staatsmeisterschaften ein eindrucksvolles Comeback gab. Die 22-Jährige sicherte sich mit starken 55,86 Sekunden den Titel über 400 Meter und wusste knapp eine Stunde später auch über die doppelte Stadionrunde und Platz zwei zu überzeugen. „Carina hatte nach einem guten Saisonstart immer wieder Achillessehnenprobleme und kam erst jetzt im Sommer wieder so richtig in Schwung“, freute Union-Obmann Gottfried Lammerhuber die Leistungsexplosion.

Für den zweiten Staatsmeistertitel sorgte die Sprintstaffel der Frauen in der Besetzung Michaela Burda, Viola Kleiser, Eva Wimberger und Valerie Kleiser. Die vier schnellen St. Pöltnerinnen konnten in starken 46,68 Sekunden ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und festigten damit die Nummer-Eins-Position St. Pöltens im Frauensprint.

Eine weitere Medaille gab es für Stabhochspringerin Agnes Hodi, die sich mit übersprungenen 3,90 Metern nur knapp Brigitta Hesch geschlagen geben musste. „Leider konnte ich damit meinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen“, war sie nicht ganz zufrieden. Den fünften Platz belegte mit 3,40 Metern die erst 17-jährigen Raffaela Burda. Sie zählt damit bei den U-20-Staatsmeisterschaften im September zu den Titelkandidatinnen.

Weitere Topplatzierungen bei den Frauen gab es durch Lisa Speiser mit dem sechsten Platz im Hammerwurf (45,75 Meter) und Michaela Burda mit 26,23 Sekunden über 200 Meter bei starkem Gegenwind.

Bei den Männern musste Sprinter Benjamin Grill beim Aufwärmen verletzungsbedingt aufgeben, trotzdem sorgten St. Pöltens Sprinter für Topplatzierungen. Ekemini Bassey landete mit starken Zeiten sowohl über 100, als auch über 200 Meter am undankbaren vierten Rang. Auf der ungünstigen Bahn Eins lief U-20-Sprinter Tim Wagner über 400 Meter knapp an seine persönliche Bestleistung heran und belegte nach starkem Finish den fünften Rang bei den „Großen“.