Erstellt am 21. März 2017, 05:42

von Claus Stumpfer

Mercedes gibt Gas. Die Böheimkirchnerin Mercedes Schulte arbeitet mit Bremserin Ines Kahrer erfolgreich am Umstieg auf den Zweierbob.

Mercedes Schulte (l.) mit ihrer Bremserin Ines Kahrer.  |  NOEN, privat

Die Olympia-Bobbahn von Innsbruck-Igels war Schauplatz des Tirol-Cups, an dem auch die Böheimkirchnerin Mercedes Schulte an den Start ging.

Die Böheimkirchnerin hatte im Vorjahr bei den Youth Olympic Games in Lillehammer mit einer Silbermedaille im Monobob von sich reden gemacht. Danach begann für sie mit Blickpunkt auf die Olympischen Spiele die Umstellung auf den Zweierbob, da Monobob nur ein Jugendbewerb ist. Für das blau-gelbe „Team Teigl“ startend, trainiert sie nun mit der oberösterreichischen Leichtathletin Ines Kahrer zusammen: Die Kugelstoßerin und Speerwerferin aus Steyr fungiert als Bremserin.

Der vom österreichischen Bob- und Skeletonverband ausgerichtete Tirol-Cup, zu dem auch Italien und die Schweiz eingeladen waren, fand in den Bobdisziplinen leider keine Teilnehmer, sodass das Damen-Duo die Not zur Tugend machte und die beiden Durchgänge als Test für die harte Trainingsarbeit heranzog. Tatsächlich konnte eine persönliche Startzeitverbesserung von 6,30 Sekunden beziehungsweise 6,24 im Training auf zweimal 6,16 im Bewerb erzielt werden. „Wir konnten die Startzeit halten, obwohl zwischen den beiden Durchgängen Skeletons und Gästebobs fuhren, und das Eis stumpfer wurde“, erklärte Schulte zufrieden. Für Schultes ausgezeichnete Linienführung sprechen auch die hohen Geschwindigkeiten, die sie im Eiskanal erzielt hat: 122,01 km/h und auf schlechterer Bahn 120,66 km/h. Die weite An- und Rückfahrt von je fünf Stunden hat sich für die „Flachländerin im Bob“ trotz nicht vorhandener Konkurrenz jedenfalls bezahlt gemacht.

„Die SLZ/BORGL-Sportgymnasiastin ist bekannt für ihren 110-prozentigen Trainingseinsatz“, ist auch Teamchef Kurt Teigl überzeugt, dass Schulte ihr großes Ziel, die Olympischen Spiele erreichen kann.