Erstellt am 04. Juli 2017, 05:16

von Claus Stumpfer

Titel knapp verpasst. Titelverteidigerin Christina Perchtold musste bei den Straßenstaatsmeisterschaften diesmal mit Silber vorliebnehmen.

Christina Perchtold beim Start zum Zeitfahren.  |  NOEN, Marbler

Letzte Woche fanden die österreichischen Staatsmeisterschaften auf der Straße und im Einzelzeitfahren statt. Beim Rennen gegen die Uhr über 27 sehr flache Kilometer in Grünau im Almtal standen für das Union Radrennteam Pielachtal zwei Fahrerin am Start. Neben Anna Billensteiner, die im U-23-Bewerb den sechsten Platz bei den Damen belegte, noch Christina Perchtold, die bei der Schweizer Damenprofimannschaft Cervelo-Bigla unter Vertrag steht, aber nationale Rennen für ihren Stammverein bestreitet. Obwohl keine Zeitfahrspezialistin, stellte Perchtold ihr hohes Niveau unter Beweis und belegte den fünften Gesamtrang.

Tags darauf ging dann in Grein/Donau das schwere Straßenrennen über die Bühne. Drei Runden zu je 32 Kilometer und 600 Höhenmeter mussten bewältigt werden. Vom Start an war klar, dass Perchtold als Titelverteidigerin von ihren Gegnerinnen ständig attackiert werden würde. Nach zwei Runden konnten mit Perchtold aber nur mehr zwei Fahrerinnen mithalten.

König stolz auf seine Spitzenathletin

„Sie haben dann gemeinsam das Rennen gegen Perchtold ausgelegt“, schildert Florian König, Obmann vom Radrennteam Pielachtal, der von seiner Topathletin ein beherztes Rennen sah. Doch das permanente Katz-und-Maus-Spiel forderte doch ihren Tribut, Perchtold musstemit dem Vizestaatsmeistertitel bei den Elite Damen vorliebnehmen.

U-23-Fahrerin Billensteiner sah wie zwei Drittel des Feldes das Ziel nicht. „Sie hat alles gegeben, um das Ziel zu erreichen, doch die Spitzengruppe war zu stark und überrundete mit Wahnsinnstempo eine Fahrerin nach der anderen“, war König natürlich stolz auf seine Spitzenathletin Perchtold, die vorne mitmischte.

„Eine solche Weltklasse-Fahrerin in unseren Reihen zu haben, ist keine Kleinigkeit“, sieht er das Union Radrennteam Pielachtal dank ihr im Jahr 2017 in Österreichs Spitze angekommen. „Und die Vorbereitungen für 2018 laufen bereits auf Hochtouren“, will König, der auch das Fliegerrennen in Markersdorf veranstaltet, noch bis Herbst die Weichen für die Zukunft stellen.