Erstellt am 17. August 2016, 05:59

von Claus Stumpfer

Schmirl vergab die Finalchance. Gleich bei seinem ersten von drei Bewerb zeigte der Rabensteiner seine beste Leistung — und leider in der letzten Serie auch Nerven.

Mit der letzten Serie im Stehendbewerb schoss sich Schmirl aus dem Finale.  |  NOEN, APA

Ohne erhoffte Medaille kehrt der Rabensteiner Alexander Schmirl von den Olympischen Spielen heim. Auch im abschließenden Dreistellungsmatch, der Königsdisziplin der Kleinkaliberbewerbe im Olympic Shooting Centre Deodoro, erzielte Schmirl mit 1170 Ringen das beste Ergebnis aus österreichischer Sicht. „Aber auch ich hatte einen schwierigen Start mit einer nicht zufriedenstellenden Knieend-Stellung“, beklagte er „schwache“ 386 Ringe. Kämperisch war Schmirl dann aber top, und so brachten 396 Ringe liegend und 388 Ringe stehend den 26-jährigen noch auf 17. Platz.

Seine Olympiabilanz fällt durchwachsen aus: „Ich habe gute Leistungen gebracht, aber leider nicht die sehr guten, die ich mir erwartet hatte.“ Gleich am Montag in der Disziplin 10 Meter Luftgewehr stehend hatte Schmirl die größte Chance auf einen Einzug ins Finale. Fünf Durchgänge lang hatte er sich konstant unter den Top Acht gehalten, mit Punktwertung von mehr als 104 pro Runde. Doch in der letzten von sechs Runden haben sich die Nerven bemerkbar gemacht und Schmirl ist über 102,7 Punkte nicht hinausgekommen. Am Ende hat es mit gesamt 623,7 Punkte um 1,8 Zähler für den Finaleinzug nicht gereicht. Vom Fünftplatzierten bis zu Schmirl, der noch auf Rang 15 zurückgefallen ist, lagen die Athleten aber dicht beisammen.

Schmirl wird noch die letzten Tage in Rio bis zur Schlussfeier genießen, und an ein Karriereende denkt der 26-Jährige noch lange nicht. „Diese Spiele waren zum Lernen da, 2020 und 2024 muss geerntet werden!“