Erstellt am 15. Dezember 2015, 06:38

von Claus Stumpfer

Digruber im Hoch. Nach 23 Monaten Durststrecke ohne Weltcup-Punkt holte sich der Frankenfelser Marc Digruber sein bestes Resultat.

Die Erleichterung ist Marc Digruber ins Gesicht geschrieben. In Val d'Isere holte er sein bestes Weltcupergebnis.  |  NOEN, privat
Ein Start wie von ihm erhofft gelang dem in Frankenfels lebenden Marc Digruber beim Weltcup-Slalom in Val d’Isere. „Natürlich war auch etwas Glück dabei, dass ich als Dreißigster im ersten Durchgang gerade noch für den zweiten Durchgang qualifiziert war, aber dann habe ich alles riskiert und es ist mir voll aufgegangen“, freute er sich über die neunte Zeit im zweiten Durchgang, die ihn noch auf Endrang 15 katapultieren sollte. „Mein bislang bestes Weltcupresultat war der 17. Platz, also ist das mein größter Erfolg“, hofft der 27-Jährige, dass es in dieser Tonart heuer weitergeht.

Digruber klassierte sich damit als zweitbester Österreicher hinter Marcel Hirscher, der diesmal Zweiter hinter dem Norweger Kristofferson wurde, noch vor Marco Schwarz, der zuletzt im Europacup zweimal vor ihm gelandet war (Digruber schied zweimal aus).

Die letzten zwei Jahre viel gekämpft

„Die Erleichterung ist riesengroß, denn ich hab die letzten zwei Jahre wirklich viel gekämpft, bin immer drangeblieben und hab nie aufgegeben. Von den Trainings her habe ich gewusst, dass ich es drauf habe und heute konnte ich es zum Glück auch umsetzen“, meinte Marc Digruber, nach seinem tollen Start in diese Weltcupsaison.

Groß war auch die Freude bei den hundert Digruber-Fans, die sich am Sonntag beim Weltcuprennen im Voralpenhof in Frankenfels versammelt hatten, umvor dem Fernseher die Daumen zu drücken. „Das hat sich ausgezahlt“, strahlte auch SCU-Sektionsleiter Leopold Wutzl.
Der Mitterbacher Digruber ist mittlerweile in Frankenfels voll integriert. „Nach dem Haus-Ausbau in Frankenfels wird er noch vor Weihnachten mit Jacqueline Krickl einziehen“, weiß Wutzl, für den die Vorbildwirkung des BMI- Leistungssportler für den Skinachwuchs „einfach unbezahlbar“ ist.