Erstellt am 18. August 2016, 04:44

von Bernhard Steinböck

Fitness und Konstanz siegten über Power. Auf der Anlage des TC Tulln sahen die Zuseher wieder Tennis vom Feinsten. Wiener Überraschungsmann gewann.

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Auch heuer waren wieder an die 1.000 Zuschauer gekommen, um beim einwöchigen Tennis Highlight im Tullnerfeld mitzufiebern.

Mit dem 23-jährigen Wiener Thomas Statzberger kämpfte sich ein neues Gesicht ins Finale der Goldenen Rose. Ihm gegenüber stand die Nummer zwei des Turniers, Markus Sedletzky. Statzberger hatte die härtere Auslosung und schaltete unter anderem die im dritten Satz mit Krämpfen geplagte Nummer eins des Turniers aus. Aufgrund der höheren Strapazen rechneten viele mit einer einseitigen Begegnung zugunsten Sedletzkys. Doch es kam anders.

Harter Schlagabtausch über drei Sätze

Der 28-jährige Niederösterreicher ging erwartungsgemäß rasch mit 3:0 in Führung. Statzberger konnte dem druckvollen Spiel nichts entgegensetzen und machte in Satz eins nur zwei Games. Doch der Wiener tat das, was ihn schon im ganzen Turnierverlauf ausgezeichnet hatte: Er setzte auf seine Fitness und kämpfte sich im zweiten Satz verbissen zurück:

Beim Stand von 2:3 aus Sicht des Nierösterreichers nutzte Statzberger die zunehmende Fehleranfälligkeit seines Gegners und breakte ihn. Sedletzky fand zwar zwei Möglichkeiten zum Rebreak vor, konnte diese aber nicht nutzen. 6:4 für den Wiener. Gleich zu Beginn von Satz drei ließ Sedletzky drei Breakchancen ungenützt. Besser ging Statzberger mit seinen Möglichkeiten um und nahm ihm den Aufschlag zum 2:1 ab. Das Spiel war nun auf höchstem Niveau. Wieder fand Sedletzky Breakchancen vor. Wieder biss sich der Niederösterreicher am konstanter spielenden 23-Jährigen die Zähne aus. Und erneut rächte sich dessen Nachlässigkeit. Statzberger nahm ihm ein zweites Mal den Aufschlag ab und servierte zum 6:2 gegen einen sichtlich müden Sedletzky aus.

Von den Lokalmatadoren hielt einzig Thomas Laber die Fahnen hoch, musste sich jedoch in Runde eins mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.

Erfolgreicher lief es bei den „TC Tulln Open“, einem ITN-Turnier, das parallel zur Rose auf der Anlage des Tennisklubs ausgetragen wurde.

Alle Stockerlplätze gingen an die junge Garde des TC Tulln. Maximilian Beran siegte in einer hart umkämpften Partie gegen Leonhard Czvitkovich mit 6:4, 6:7 und 6:1. Der erst zwölfjährige Vinzenz Wutzl belegte mit einem souveränen 6:0, 6:0 den dritten Rang.

Auch abseits des Platzes herrschte Feierlaune. Vor allem der samstägige Grillabend mit zubereiteten Köstlichkeiten von Hermann Raab und anschließender Tombolaverlosung lockte auch Tennismuffel ins Tennisstüberl.

An der Weinbar hatten Renate Koller, Veronika Beinhardt und Karin Wolfahrt alles im Griff.

Die Turnierleitung um Gerald Niedl und Thomas Laber war jedenfalls vollends zufrieden und schickte für 2017 voraus: „Eventuell werden wir die Dotation wieder ein wenig hinaufsetzen. Gut möglich, dass es dann auch ein Comeback des Damenturniers geben wird.“