Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:52

von Wolfgang Stritzl

Als Gegner zu seinem Herzensklub. Der Felser Armin Wodiczka, der nie für einen anderen Klub gespielt hat, kam am Samstag als Gegner nach Fels.

 |  NOEN, Marschik Richard

Für Armin Wodiczka war die Auswärtspartie in Fels kein Spiel wie jedes andere. Sondern eine sentimentale Heimkehr an alte Wirkungsstätte.

Hunderte Kampfmannschaftsspiele hat der gebürtige Felser Wodiczka für seinen Stammverein bestritten, viele davon als Kapitän. Er hat als Aktiver nie für einen anderen Verein gespielt. Sein allerletzter Einsatz 2003 ist noch gut in Erinnerung. Armin Wodiczka ließ seine Karriere mit dem Derby gegen Grafenwörth ausklingen – und schoss prompt den entscheidenden Siegestreffer. Gleich nach seinem Tor tauschte sich der damalige Spielertrainer Wodiczka aus. „Wer kann behaupten, mit seinem allerletzten Ballkontakt mit links ein Meisterschaftstor geschossen zu haben – noch dazu ein entscheidendes in einem Derby? Das war Hollywood!“

Die Heimkehr war etwas ganz Besonderes. Wobei Wodiczka zugeben muss: „Die meisten wissen nur aus Erzählungen, dass ich lange in Fels gespielt habe. Es gibt mittlerweile nur noch einen, der mit mir gespielt hat.“ Gemeint ist Fels-Urgestein Franz Holzschuh, der es mit seinem Elfer-Tor zum 2:3 wieder spannend gemacht hat.

„Heute spielen wir für den Trainer, Burschen“, stimmten sich die Gäste-Spieler in der Kabine auf die Partie ein. Und sie siegten für Wodiczka. „Wenn ich in Fels gewinne, freue ich mich nicht so wie gegen einen anderen …“ Gefreut hat sich der Coach aber beim Blick auf die Tabelle: Denn nach dem Sieg ist Traismauer vor dem bevorstehenden spielfreien Wochenende auch nach Verlustpunkten Erster. Wodiczka nützt die Meisterschaftspause für einen Deutschland-Trip: Gemeinsam mit Hypo-Bank-Direktor Christian Kern besucht er die Partien Leverkusen – Stuttgart und Dortmund – Augsburg.