Erstellt am 10. Februar 2016, 05:08

von Bettina Kulmer

Aus der Traum vom Meistertitel. Favorisierte Tullner verloren auch das zweite Halbfinale gegen die SG Krems/Zwettl. Jetzt geht es nur noch um Platz drei.

 |  NOEN, Horst Sommer 3550 Langenloi

KREMS/ZWETTL - TULLN 11:5. Was für eine Enttäuschung! Als bestplatzierte Mannschaft ging der EHC Tulln in die Play-offs, doch der Traum vom Meistertitel platzt nach zwei herben Niederlagen.

„Wir wussten, dass es hart wird, aber keiner von uns hat erwartet, dass wir so eindeutig verlieren werden. Es war überraschend, dass wir Krems/Zwettl in den beiden Spielen so wenig entgegensetzen konnten“, resümiert Gerald Lederer.

Im Rückspiel zeichneten die Tullner ein ähnliches Bild wie im ersten Halbfinale. Viele Chancen, wenig Tore. „Wir haben hart kämpfen und arbeiten müssen. Die Gegner konnten aus oft ungefährlichen Situationen viel mehr herausholen. Das kann man sich im Play-off nicht leisten.“

Wobei die Statistik schlimmer aussieht, als es war. Bis zum dritten Drittel konnten die Heimischen gut mithalten. Dann folgten viele Strafen, Frustration, Pech. Beim Stand von 7:4 war die Sache so gut wie gelaufen. Die Gegner spielten clever, ließen hinten wenig zu.

„Die anderen haben verdient gewonnen. Wir waren über 120 Minuten die schlechtere Mannschaft.“ Mitverantwortlich war der krankheitsbedingte Ausfall der Leistungsträger Martin Fehringer (Mittelstürmer) und Peter Watzke (Flügel), wobei sich Lederer nicht darauf herausreden will. „Die sind natürlich abgegangen, so einen dichten Kader haben wir ja nicht. Eigentlich sollte man mit so einer Situation aber umgehen können, nur wir haben das leider nicht geschafft.“

Nun wird gegen Stockerau in zwei Begegnungen Platz drei ausgespielt. Tulln hofft auf einen halbwegs versöhnlichen Abschluss.