Erstellt am 20. April 2016, 05:34

von Bettina Kulmer

"Bin gelaufen wie eine Maschine". Der Dürnrohrer Andreas Grubmüller kann beimVienna City Marathon seine persönliche Bestzeit unterbieten.

 |  NOEN, zVg

Aufgrund der widrigen Bedingungen am Renntag kämpfte Andreas Grubmüller schon im Vorfeld mit Motivationsproblemen. Der starke Wind und die niedrigen Temperaturen ließen nicht auf Höchstleistungen schließen.

Dennoch hielt der Triathlet an seinem Ziel fest, die angepeilte Zeit von 2:50 Stunden zu unterbieten. „Seit Mitte November habe ich mich gezielt nur auf den Vienna City Marathon vorbereitet. Deshalb wollte ich mein hochgestecktes Ziel nicht wegen des Wetters in den Wind schießen.“

Mit der notwendigen Durchschnittsgeschwindigkeit von vier Minuten pro Kilometer (entspricht 15 km/h, Anm.) startete der Dürnrohrer ins Rennen und nutzte auf den ersten zwölf Kilometern den Windschatten seines Pacemakers. Ab Kilometer 21 wurde es dann besonders einsam. „So weit vorne im Feld sind nicht mehr viele Läufer anzutreffen.“

Bei Kilometer 33 konnte sich Grubmüller einer Gruppe anschließen, die sich dann bis Kilometer 38 im Gegenwind abwechselte. „Damit ging meine zuvor zurechtgelegte Renntaktik auf. Von da an war es dann nur noch wichtig, auf den letzten Kilometern nicht einzubrechen und das Tempo bis zum Ziel hochzuhalten.“

Grubmüller lief auch auf der Zielgeraden noch genau nach Plan und konnte einige Läufer überholen. Am Ende erreichte er nach 2:48,17 Stunden das Ziel, wurde 31. Österreicher, 25. in seiner Altersklasse „M-H“ und insgesamt 102.

Der 28-Jährige ist mit seiner Form höchst zufrieden: keinerlei muskuläre Probleme, Ausdauereinbrüche oder Schmerzen. Ganz im Gegenteil: „Ich bin jeden Kilometer in der exakt nötigen Zeit gelaufen, wie eine Maschine.“

Seine Ausdauer und Kraft verdankt er etwa einem einwöchigen Rad-Trainingslager in Mallorca, wo Grubmüller 900 km und 12000 Höhenmeter absolviert hat. Nun ist erst einmal Erholung angesagt, bevor im Sommer richtig in der Triathlonsaison und den Radrennen durchgestartet wird.