Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:05

von Wolfgang Stritzl

EHC Tulln: Ziel ist der Titel. Am ersten November-Wochenende beginnt die neue Saison. Die Vorbereitung läuft beim EHC Tulln auf Hochtouren.

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Tulln, in der letzten Saison Dritter geworden, möchte an alte Erfolge anknüpfen. 2012, 2013 und 2014 jubelte der Traditionsklub über den Landesmeistertitel. Platz eins ist auch heuer das große Ziel. „Sonst bräuchten wir nicht antreten“, weiß Obmann Willi Hummel.

Favorit ist Amstetten – der einzige Klub, der eine Eishalle hat. In Tulln gibt es erst am 12. November Eis – bis dahin sind bereits zwei Runden in der Eliteliga absolviert (Auswärtsspiele bei der SG Krems/Zwettl am 5. November und Amstetten am 11. November). Seit September trainiert Tulln in St. Pölten.

Nur vier Teams sind in der Eliteliga

Der Modus der Liga ist jener von der Vorsaison. Die vier Mannschaften der Eliteliga spielen vier Mal gegeneinander. Da alle fix im Halbfinale stehen, geht es nur um eine gute Ausgangsposition für die Halbfinal-Spiele, mit denen die Meisterschaft praktisch wieder von vorne beginnt.

Znenahlik beim EHC Tulln

Einer von sechs Neuzugängen ist Clemens Znenahlik. Der Name Znenahlik hat im österreichischen Eishockey Tradition. Großvater Walter spielte mehr als 100 Mal für das Nationalteam, Onkel Peter ist als Eishockey-Legende ORF-Experte. Prominent ist auch Georg Privoznik, ehemaliger Profi bei den Vienna Capitals und beim slowakischen Extra-Ligisten Skalica.

Verstärkt hat sich der EHC Tulln außerdem mit Mario Hadwig, Philipp Kink, dem Villacher Sandro Köchl (alle WEV), Mario Adamek und Goalie Bernhard Koglbauer (Zell am See). Torfrau Victoria Vigilanti trägt nicht mehr den Tullner Dress, die kanadische und ungarische Doppel-Staatsbürgerin wechselte von den Sabres nach Budapest.

"Ziel ist  die Jungen für die Einsermannschaft aufzubauen“

Einziger Legionär im Kader ist der in Tulln wohnhafte Slowake Jozef Drapal. Headcoach ist Dusan Masaryk.

Mit seinem Farm-Team nimmt Tulln an der Landesliga teil. Die Ergebnisse sind zweitrangig. Hummel, der das Zweier-Team trainiert: „Der Titel ist uninteressant. Ziel ist es, die Jungen für die Einsermannschaft aufzubauen.“

Insgesamt hat der EHC Tulln 47 Spieler im Kader seiner beiden Kampfmannschaften (23 bzw. 24).

60 Kinder beim EHC-Nachwuchs

Im Nachwuchs jagen etwa 60 Kinder dem Puck nach. In der vorigen Saison jubelten die U 10, U 12 und U 14 über den Titel, die U 17 wurde Vizemeister. Die drei größten Zukunftshoffnungen haben den EHC leider verlassen. Stephan Hetsch (U 12) und die U-14-Spieler Julian Krenn und Maximilian Barthon, der ins U-13-Nationalteam einberufen wurde, wechselten zu den Junior-Capitals.