Erstellt am 31. März 2016, 05:44

von Barbara Fink

Gold für Lederle zum Greifen nah. Unter 143 Startern erreicht Lederle den zweiten Platz beim Welt-Down-Syndrom-Marathon.

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Der sechste Welt-Down-Syndrom-Marathon ging in Fürth (Deutschland) über die Bühne. Im Rahmen des eigentlichen Marathons sowie Halbmarathons wurde außerdem ein Sechs-Stunden-Lauf veranstaltet, welchem sich Sabrina Lederle, die zufällig am Veranstaltungstag junge 25 wurde, stellte.

Neben der Tullnerin gingen weitere 142 Teilnehmer an den Start. „Ich war über fünf Stunden bei den Frauen in Führung, konnte sie aber leider nicht halten“, so Lederle, die nach langer Verletzungspause ihr „Ultralauf-Comeback“ bereits sehnlichst erwartet hatte. Lediglich 222 Meter trennten Lederle und die Erstplatzierte, welche innerhalb der gegeben Zeit unglaubliche 61.673,70 Meter zurücklegen konnte.

„Trotzdem bin ich stolz auf den zweiten Platz mit 61.451,80 Meter“, betont die 25-Jährige. Gesamt landete Lederle noch unter den Top 20: Sie erreichte den 19. Rang!

Über den Lauf selbst berichtet die Tullnerin: „Ich war die gesamten sechs Stunden laufend unterwegs. Es gab auch ein DJ-Pult in der Mitte der Strecke, und bei manchen Liedern musste man einfach mitsingen und mit den Händen ,shaken‘! Da ging das Laufen gleich viel einfacher!“, und fügt hinzu: „Der Spaß und die Freude am Laufen standen an oberster Stelle.“

In erster Linie sah die 25-Jährige den Lauf als Versuch an, zu testen, welcher Belastung sie ihre Knie aussetzen konnte. Sie ist mit dem Endresultat mehr als zufrieden. „So war es mein schönstes Geburtstagsgeschenk, diesen Lauf durchzulaufen und dann sogar noch mit dem zweiten Platz belohnt zu werden – damit hätte ich nie gerechnet!“

Ziel der Veranstaltung, die erstmals 2011 ausgetragen wurde, ist es primär, Berührungsängste von Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen. „Es war toll, für den guten Zweck zu laufen, und viele tolle Sportler kennenzulernen und sich gegenseitig zu motivieren.“