Erstellt am 15. Juni 2016, 05:45

von Bettina Kulmer

Heimische Pros lockten 20.000 Fans. Bernd Wiesberger und Lukas Nemecz schafften beide den Cut und sorgten in Atzenbrugg für großartige Stimmung.

Der Golfsport kommt bei den Tullnerfeldern sehr gut an und ist längst im Bezirk angekommen.  |  NOEN, Alex Kramel

20.000 Besucher zählte die sechste Auflage der Lyoness Open im Diamond Country Club Atzenbrugg. Vor allem am Finaltag wurde den Zuschauern großes Kino geboten, denn der zukünftige Sieger stand lange nicht fest. Am Ende setzte sich der Chinese Ashun Wu durch und holte sich den Siegercheck von 166.666 Euro ab.

Im Gegensatz zum Vorjahr durfte man Publikumsliebling Bernd Wiesberger heuer auch an den Finaltagen bewundern. Er beendete sein Heimturnier mit einer 69er-Schlussrunde und wurde damit Zehnter. „Hoffentlich ist das Starterfeld nächstes Jahr ähnlich stark“, so das Aushängeschild des DCC. Lukas Nemecz gelang als zweiter Österreicher der Finaleinzug. Er wurde 38.

Für Golfbegeisterte aus dem Tullnerfeld ist die Lyoness Open jedes Jahr ein Fixpunkt. Karl Fidler aus Neusiedl fühlt sich auf dem Platz „wie in der Karibik“. Das DCC-Mitglied ist aber nicht nur wegen des schönen Ambientes hier: „Ich bin jedes Jahr da. Vor allem, wenn ein Österreicher mittut, muss das einfach sein.“

Atzenbruggs Volksschuldirektorin Doris Jaksch arbeitet seit fünf Jahren ehrenamtlich mit. Gleich nach dem Unterricht schwingt sie sich auf’s Rad, um am Golfplatz hungrige und durstige Gäste zu bewirten. Aufgrund der Nähe des Golfplatzes kam Jaksch auch selbst zu diesem Sport. „Am Anfang war ich nur wegen meines Freundeskreises hier. In der Zwischenzeit spiele ich selbst Golf.“ Auf die Frage, ob vier Tage als Volunteer nicht doch ein sehr großes Zugeständnis bedeuten, meinte Jaksch: „Es macht Spaß, sonst wären wir nicht hier.“

Lyoness Open zieht auch Kinder an

An ihrer Schule wird die Leidenschaft für den Golfsport übrigens schon an die Jüngsten weitergegeben. Im Rahmen der Kinderaktion sind jedes Jahr Klassen der Volksschule bei der Lyoness Open.

So etwa Stefan Mandl und Alexander Wieser aus Trasdorf, die heuer aber von einem ganz anderen Umstand angelockt wurden. Rapid-Spieler Steffen Hofmann und Thomas Schrammel gaben sich ein Stell-dich-ein und verteilten Autogramme. Die beiden Burschen holten sich ihr Andenken. „Wir sind heute wegen der Fußballer hier, weil wir große Fans sind.“ Onkel Norbert Paradeiser schätzt den Golfclub ganzjährig wegen der ausgezeichneten Gastronomie.