Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:17

von Wolfgang Stritzl

"Ich will Nummer eins werden!". Reinhard Schreiber ersetzte den verletzten Omer Eryilmaz im Sitzenberger Tor tadellos. Der SCS gewann 6:2!

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Mit 6:2 muss man erst einmal gewinnen. Und wenn ein solches Ergebnis gegen den schärfsten Verfolger eingefahren wird, dann schmeckt der Kantersieg besonders süß. Sitzenberg-Reidling fertigte den Zweiten ab. Die Schlagzeilen gehören aber nicht nur Dreifachschützen Daniel Mihajlovic, Doppelpack Thomas Heinrich oder Geburtstagskind Manuel Bäck, der sich einen Tag nach seinem 30. Wiegenfest selbst das beste Geburtstagsgeschenk machte, indem er einen Freistoß zum 2:0 ins Kreuzeck zirkelte. Nein. „Man of the match“ war der etatmäßige Ersatztormann Reinhard Schreiber.

Der 22-Jährige vertrat Omer Eryilmaz tadellos. „Super, Reini! Jetzt bist du drinnen in der Partie“, schrie Trainer Klaus Luger seinem Tormann zu, nachdem er eine 1:1-Situation gegen Andre Croatto per Fußabwehr entschärft hatte (5.). Kurz vor der Pause war Schreiber erneut gefordert. Er fischte einen Schuss von Michael Kraft aus der rechten unteren Ecke (39.).

Für den waschechten Eigenbauspieler Schreiber war es der sechste Einsatz in der Kampfmannschaft, vier davon hat er gewonnen. „Es war eine Top-Leistung von uns! Wir stehen weiter auf Platz eins, und dort wollen wir auch hin.“

Natürlich durfte Schreiber auch auf seine persönliche Leistung stolz sein: „Dass ich den ersten Ball gehalten habe, hat mir Sicherheit gegeben. Da geht man mit breiter Brust ins Spiel. Heute war es sicher meine beste Partie“, strahlte er nach dem Schlusspfiff. Er hofft noch auf viele Einsätze in der „Ersten“: „Wenn ich spiele, dann gebe ich Vollgas. Und natürlich versuche ich, im Tor zu bleiben. Ich will die Nummer eins werden, und das ist meine Chance!“

Eryilmaz gratulierte seinem Ersatzmann. Am Donnerstag hat er MR-Termin. Der Verdacht: Meniskus- und Knorpelschaden im rechten Knie. Passiert ist die Verletzung in Großriedenthal. „Ich bin mit Frank zusammen gelaufen …“

Zur Erinnerung: Auch das letzte Heimspiel gegen Hadersdorf war sehr trefferreich gewesen (7:5). Damals steckte im Dress der Gäste ein gewisser Gernot Holcmann – der nunmehrige Kirchberger Spielertrainer, der in der aktuellen Saison sowohl Hadersdorf (5:1), als auch Sitzenberg (2:2) Punkteverluste zufügte.

Eben wegen der 1:5-Niederlage in Kirchberg hätte sich SCS-Trainer Klaus Luger „eine Reaktion von Hadersdorf erwartet“. Weil sich aber der Gegner „total schlecht“ präsentierte, baute Sitzenberg den Vorsprung aus. Waren in der vergangenen Saison beide direkten Duelle gegen den späteren Meister Gföhl verloren gegangen (1:6 bzw. 2:5), so hat der SCS diesmal die ersten „sechs Punkte“ in der Tasche. „Aber bis zum Titel ist es noch ein sehr weiter Weg“, weiß Luger.

Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Am Samstag gastiert man in Gars. Und dann heißt es erneut: Erster gegen Zweiter!