Erstellt am 03. Februar 2016, 05:38

von Wolfgang Wallner

K.O. mit Minikader. Überraschende Heimpleite: Ersatzgeschwächte Tullner müssen im Halbfinale der Elite-Liga Krems den Vortritt lassen.

Müssen beim Retourspiel enger zusammenrücken: Die Tullner Hummels.  |  NOEN, zVg

TULLN - KREMS/ZWETTL 2:4. Einen Start aus dem Horrorkabinett erwischten die Tullner Hummels im ersten Halbfinale der Best-of-Three-Serie! -Bundesligacrack Nico Toff als Vollstrecker und Antonin Vesely drückten dem Spiel in Tulln den Stempel auf, hatten bei der flotten 3:0-Führung jeweils Stock und Kufen im Spiel. Die mit nur sieben Feldspielern angetretenen Gastgeber schienen auf verlorenem Posten zu stehen. Doch bald wendete sich das Blatt. „Vielleicht sind wir zu leicht in Führung gegangen“, überlegt KEV-Sektionsleiter Florian Schrey, „wir haben das Spiel dann zu locker genommen.“

Die Tullner probierten alles, scheiterten aber oftmals an Florian Goriupp im Kremser Kasten und am Pfosten. „Insgesamt vier Stangentreffer, fast doppelt so viele Chancen wie die Gäste“, sah Tullns Willi Hummel. Zu Beginn des Schlussabschnitts gelang den Heimischen schließlich der Anschlusstreffer zum 2:3, die Partie stand nun auf Messers Schneide. Tulln verzichtete in den letzten Sekunden auf einen Goalie, brachte einen Feldspieler. Und Nico Toff gelang mit einem Empty-Net-Goal die Entscheidung (14 Sekunden vor der Schluss-Sirene).

„Das war ein Spiel der Torhüter“, analysiert Schrey, „so eine Partie kann auch 10:10 ausgehen.“ Einerlei – die Kremser Chancen auf den Finaleinzug, voraussichtlich gegen Amstetten, sind mehr als nur intakt. „Wir haben‘s am Samstag selbst in der Hand, werden da noch besser besetzt sein“, so Schrey.

Die Tullner hoffen auf eine Trendwende – und auf mehr Spieler am Eis statt im „Lazarett“. Denn Hummel kennt die Hintergründe der Niederlage: „Mit nur neun Spielern kannst du schlichtweg keine Partie gewinnen.“