Erstellt am 24. Februar 2016, 05:34

von Wolfgang Stritzl und Bettina Kulmer

"Kein Durchmarsch". Die erste Runde im Play-off war kein Zuckerschlecken. Doch der 0:3-Schlappe folgte ein 3:1-Sieg!

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Meisterrunde: LANGENLEBARN - RIED 0:3. Ried – die hinter Enns zweitstärkste Kraft in Oberösterreich hatte die 2. Bundesliga West mit acht Siegen aus acht Spielen ganz klar für sich entschieden – war eine Nummer zu groß. War es der ungewöhnliche Spieltermin (Samstag, 20.30 Uhr), die verwirrend vielen Bodenmarkierungen in der Ausweichhalle (BSZ-Turnsaal, da in der eigentlichen Heimhalle ein Taekwondo-Wettkampf stattfand), die Schwäche bei der Annahme oder der stärkste Gegner, mit dem es Langenlebarn bisher zu tun bekommen hat – Erklärungen für den verpatzten Start ins Meister-Play-off gab es einige.

Unter dem Strich stand eine deutliche 0:3-Niederlage. Langenlebarn fand nie zum gewohnten Rhythmus, hatte Probleme in der Annahme und wurde schon vom Service weg unter Druck gesetzt.

Neun Stunden nach dem letzten Ballwechsel, um 7 Uhr morgens, ging es nach Tirol ins 750 km entfernte Mils.

MILS - LANGENLEBARN 1:3. „Nach dem Komplettausfall der Mannschaft am Vortag hieß es für uns: schnell vergessen und weitermachen.“ Der Blick nach vorne gelang nicht nur Mike Holzmann, sondern der ganzen Truppe.

Auch am Tag zwei der Doppelrunde wartete eine schwierige Mannschaft. Mils nimmt immer wieder Hypo-Tirol-Spieler in ihren Reihen auf.

Die Gegner agierten äußerst effizient am Netz und entschieden den ersten Satz für sich. Langenlebarn ließ sich davon jedoch nicht unterkriegen und stellte um. Andi Goldschmied wurde als Diagonalspieler eingesetzt, in den Partien davor war auf den Außenpositionen gewesen.

Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. „Wir waren in der Annahme kompakter, im Angriff variantenreicher und Andi hat eine ganz tolle Partie gespielt.“ Der Sieg ging mit 3:1 klar an die Gäste.

Die Welt ist wieder heil, Selbstvertrauen und Motivationen stimmen. Langenlebarn liegt auf Platz drei in der Tabelle. „Noch ist alles offen. Durchmarsch wird es keiner, aber unser Ziel ist klar: Wir wollen unter die ersten zwei!“