Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Bettina Kulmer

Keine Pause nötig. Der 75-jährige Läufer Felix Pauli aus Asparn lief heuer in sieben Monaten Marathons in allen neun Bundesländern!

In Feierlaune. Felix Pauli hat nach dieser Laufsaison den Sekt mehr als verdient.  |  NOEN, zVg

Neun Bundesländern, neun Marathons, neun Monate — so lautete das Vorhaben von Felix Pauli anlässlich seines 75. Geburtstages. Dass dies dem Senior schlussendlich in sieben Monaten gelungen ist, macht die Leistung noch unglaublicher. Begonnen hat der Laufreigen im April mit dem Vienna City Marathon. Eine Woche darauf ging es bereits zum Linz-Marathon, Anfang Mai lief er in Salzburg mit und dann im Juli beim Gletschermarathon in Tirol.

„Teilweise waren es drei Läufe innerhalb von zwei Wochen. Ich brauch halt offenbar keine Regeneration“, lacht der Routinier. Im „marathonlosen“ Kärnten musste Pauli mit der halben Distanz vorliebnehmen. In der Wachau und beim Drei-Länder-Marathon in Vorarlberg durfte er aber wieder die 42,2 Kilometer absolvieren.

„Ich war erleichtert, als ich die Läufe hinter mir hatte. Aber es ist eine tolle Auszeichnung, zum dritten Mal in Folge das österreichische Laufranking in meiner Altersklasse zu gewinnen.“

Was treibt einen an, seinem Körper derartige Leistungen abzuverlangen? „Ich bin voriges Jahr 60 Wettkämpfe gelaufen, das ist aber über meinen Horizont gegangen. Ich war so geschwächt, dass ich beschloss, lieber weniger und dafür längere Läufe zu laufen.“

Als Pensionist hat Pauli genügend Zeit, sich neben seinem Hobby auch seiner Familie zu widmen. „Aber man braucht schon eine Frau, die Verständnis hat“, gibt der Asparner zu. Erst mit 63 begann seine Laufkarriere so richtig und er nahm regelmäßig an Wettkämpfen teil. Davor war er nur einmal, mit 53, einen Marathon gelaufen. Für die nötige Kondition war Pauli täglich mit dem Rad in die Arbeit gefahren. Nun trainiert er drei- bis viermal pro Woche.

Für die kommende Saison hat der 75-Jährige noch keine Pläne. „Ich feiere mit meinen Laufkollegen erst einmal den Jahresabschluss und dann überlegen wir uns, was nächstes Jahr passieren soll. Fest steht, dass ich regelmäßig weiterlaufen werde.“