Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:05

von Wolfgang Stritzl

Handball: Ein heißer Tanz. Am Samstag gastiert Tulln in Korneuburg. Es treffen die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinander.

 |  NOEN, Kuebelbeck

KORNEUBURG - TULLN, Samstag, 20 Uhr: Am Samstag fällt eine kleine Vorentscheidung im Titelkampf. Es prallen die zwei besten Mannschaften aufeinander.

Die vom Ex-Tullner Alexander Louzianine betreuten Korneuburger brennen auf Revanche für die Niederlage im Cup. Trainer Jörg Sibral rechnet mit einer Schnittpartie. „Korneuburg ist eine gute Mannschaft. Wir werden ordentlich Gas geben müssen, um dort bestehen zu können. Ein Selbstläufer wird es jedenfalls nicht.“

Schon im Cup hat Tulln phasenweise Probleme gehabt, sich auf die unorthodoxe, russische 5:1-Deckung des Gegners mit einem schräg gestellten Einser einzustellen. Sibral bereitet seine Mannschaft mit einer Videoanalyse akribisch vor: „Wir werden damit einen Schritt weiter sein als im ersten Duell.“

Im Vergleich zum Cupspiel ist bei beiden Mannschaften Luft nach oben, Steigerungspotenzial sieht Sibral aber vor allem bei seiner Mannschaft, die nach wenigen Minuten auf den ausgeschlossenen Andras Bozso verzichten musste.

Die Halle wird gut besucht sein, Tulln hofft auf Unterstützung der Fangemeinde. Sibral verspricht einen heißen Tanz: „Für jeden Tullner, der nach Korneuburg fährt, wird es sich auszahlen!“

TULLN - EGGENBURG 26:21. Tulln war ersatzgeschwächt. Es fehlten Andrea Manica, Georg Pferschinger (beim Championsleague-Spiel in Polen für die EHF im Einsatz) und Kristof Vizvary (Muskelverhärtung). Johann Schmölz (Verkühlung) und Markus Fischer (Rückenbeschwerden) gingen gehandicapt ins Spiel, Letztgenannter war mit acht Toren trotzdem der erfolgreichste Werfer des Abends.

Oliver Nikic nützte seine Chance und machte im Aufbau an der Seite von Andras Bozso und Schmölz gute Figur.

„Insgesamt war unser Spiel schön anzusehen, speziell vor der Pause“, lobte Trainer Jörg Sibral. Wenn es etwas zu bekritteln gab, dann die Chancenauswertung. Zehn bis 15 Prozent der sich bietenden Möglichkeiten wurden vergeben.