Erstellt am 02. März 2016, 05:59

von Wolfgang Stritzl

Makovec macht Karriere. Ex-UHC-Tulln-Kapitän Christoph Makovec wird neuer Geschäftsführer von Österreichs Rekordmeister Bregenz. Für den gebürtigen Tullner geht damit ein Traum in Erfüllung.

Bei der Handball-WM in Katar sorgte Christoph Makovec für Stimmung.  |  NOEN, zVg

Am 1.März stieg Christoph Makovec bei Österreichs Rekordmeister Bregenz in die Geschäftsführung ein. Nach viermonatiger Einarbeitungszeit an der Seite von Thomas Berger übernimmt er ab 1. Juli dessen Agenden. Für Makovec, der schon immer im Sportbereich seine Brötchen verdienen wollte, dieses Ziel als Marketing-Mitarbeiter bei Fußball-Erstligist Altach 2015 auch schon erreicht hat, ist der Wechsel vom Fuß- zum Handball eine Herzensangelegenheit. „Ich komme vom Handball, habe beim ÖHB viele Freunde. Und Bregenz ist ja nicht irgendein Handballverein. Das ist nicht zu toppen!“

Makovec war zu Aktiven-Zeiten Kapitän des damaligen UHC Tulln, als dieser noch eine feste Größe in Handball-Österreich gewesen war. Im besten Sportler-Alter von nur 23 Jahren beendete der Kreisläufer seine Karriere, in derselben Saison wurde Tulln Cupsieger (2004/05). Den Abstieg des Traditionsvereins erlebte Makovec nicht mehr als Spieler mit, wenngleich er in der Landesliga noch einmal das Tullner Dress trug.

Zu dieser Zeit war er bereits in der großen Handball- bzw. Sport-Welt unterwegs und konnte im Rahmen zahlreicher Großveranstaltungen Erfahrungen im Event- und Entertainmentbereich sammeln. Die Handball-WM 2015 in Qatar, das VELUX EHF Final 4 (Champions League Finale) in den Jahren 2012 bis 2015, die Handball EM 2010 in Österreich oder auch drei Jahre bei den UPC Vienna Capitals sind nur einige Meilensteine der letzten Jahre.

Zurück zu Bregenz: Makovec‘ Kerngeschäft wird es freilich nicht sein, für Stimmung in der mit durchschnittlich 1200 Zuschauern bestens besuchten Halle zu sorgen, wie er dies etwa in Katar oder Köln getan hat. Das überlässt er lieber seinem dafür zuständigen Kollegen. „Meine Hauptaufgabe liegt in der Gesamtkoordination des Vereins. Ein großes Thema wird sicher der finanzielle Bereich sein. Ein Hauptaugenmerk liegt auch auf der Sponsoren-Akquise und deren Betreuung sowie im Marketing.“

Um Sponsoring hat er sich auch schon bei Altachs Fußballern gekümmert. „Die Erfahrungen und Kontakte, die ich dort gesammelt bzw. geknüpft habe, kann ich zu Bregenz mitnehmen. Auch was die Zahl hauptamtlich Angestellter betrifft, sind die beiden Vereine mit je einer Handvoll gut vergleichbar. „Im Fußball gelten aber grundsätzlich andere finanzielle Rahmenbedingungen, deswegen muss man die Dinge vor allem marketingtechnisch ein bisschen anders angehen.“

Makovec freut sich riesig auf die Herausforderung: „Bregenz ist eine absolute Top-Adresse im Österreichischen Handball. Der Verein hat es in den letzten zwei Jahrzehnten geschafft, absolut professionelle Strukturen aufzubauen, ohne dabei auf eine gelebte Gemeinschaft zu vergessen oder an Bodenständigkeit zu verlieren. Ich bin stolz darauf, in Zukunft Teil der Bregenzer Handball-Familie zu sein.

Übrigens: Die Liebe hat Christoph Makovec in den Westen Österreichs verschlagen. Seine Freundin Isabel ist Vorarlbergerin. Die beiden wohnen in Wolfurt – vier Kilometer vom neuen Arbeitsplatz entfernt.