Erstellt am 26. April 2017, 05:27

von Wolfgang Stritzl

Miedler holt seinen heuer ersten Titel. Lucas Miedler gewann die Wind-Lotterie von Qatar. Jetzt will der Tullner auf Challenger-Ebene Fuß fassen.

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Lucas Miedler gewann das Future-Turnier in Qatar. Damit trug er sich zum heuer ersten und insgesamt vierten Mal in die Siegerliste eines Einzel-Turniers auf Future-Ebene ein. Zum Auftakt gab der Muckendorfer gegen den Italiener Marco Di Maro gerade einmal drei Games ab (6:2, 6:1). Es folgte ein Zwei-Satz-Sieg gegen den Schweizer Antoine Bellier. Damit gelang ihm Revanche für die hauchdünne Erstrunden-Niederlage, die er mit seinem Deutschen Partner Daniel Altmaier gegen die Schweizer Paarung Bellier/Castelnuovo im Doppel bezogen hatte (7:6/3, 3:6, 6:10).

Wiedergutmachung war auch im Viertelfinale gegen Vitaly Kozyukov angesagt – gegen den Russen hatte er beim Turnier in der Woche zuvor in Runde zwei verloren (6:2, 4:6, 4:6). Miedler drohte das neuerliche Aus, er gab den ersten Satz glatt mit 0:6 aus der Hand. Mit dem Rücken zur Wand stehend, feierte er ein tolles Comeback und drehte den Spieß um. Mit 6:1, 6:1 fiel sein Sieg noch deutlich aus. „Nach dem 0:6 hat es gar nicht gut ausgesehen, aber ich bin cool geblieben“, war Miedler über die Aufholjagd erleichtert.

Hart umkämpft und vom Wind beeinträchtigt war das Semifinale gegen den Weißrussen Yaraskav Shyla. „Bei fast unspielbaren Verhältnissen bin ich nur glücklich, gewonnen zu haben.“ Der erste Durchgang ging ins Tiebreak, in dem Miedler mit 10:8 die Oberhand behielt. Der Widerstand war gebrochen, Satz zwei wieder eine klare Sache (6:1). Auch das Finale gegen den Belgier Jonas Merckx wurde unter windigen und damit schwierigen Bedingungen ausgetragen. „Ich bin echt happy mit dem Titel“, strahlte Miedler nach dem 6:3-, 6:3-Triumph.

Der Turniersieg bedeutet für den Schützling von Ronnie Leitgeb ein neues Karrierehoch, in der neuen ATP-Weltrangliste dürfte der bald 21-jährige Österreicher um Platz 333 liegen.

Beim F2-Future in Qatar die Woche zuvor hatte Miedler nur knapp den Doppel-Sieg verpasst. Nach 5:7 und 6:3 verloren Miedler/Altmeier im Finale gegen die Schweden Eriksson/Sekuluic das Champions-Tiebreak mit 7:10.

Seit Montag ist Lucas Miedler in Korea, wo drei Challenger-Turniere am Programm stehen.