Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:54

von Bettina Kulmer

Dam bezwang seine „Dämonen“. Nach vielen Trainingsausfällen aufgrund eines Virus tritt Christian Dam erfolgreich beim Ironman in Mallorca an.

Nach einer guten Zeit am Rad ging es für Christian Dam bei Gewitter auf die Marathon-Strecke des Mallorca-Ironman.  |  NOEN

Zwölf Wochen lang hatte ein hartnäckiges Virus den Tullner Triathleten Christian Dam außer Gefecht gesetzt. Die geplanten Ironman auf Lanzarote und Frankfurt fielen ins Wasser. Erst seit Juni konnte sich Dam wieder regelmäßig und gezielt vorbereiten.

Sein nächstes Ziel: der Ironman auf Mallorca. Dam war guter Dinge, doch kurz vor dem Start, die erste Hiobsbotschaft. Kurzfristig war das Schwimmen im Neopren erlaubt worden, was eine bessere Wasserlage nach sich zieht. Dam war darauf nicht vorbereitet und musste ohne starten. Zu allem Überfluss erhielt er dafür noch eine Zeitstrafe. „Da war die Motivation schon ziemlich beleidigt. Die restlichen 2000 Athleten hatten einen Neopren an. Da kommt man sich komisch vor.“

Seine zuletzt besseren Schwimmzeiten konnte er aufgrund dessen nicht zur Geltung bringen. Der Ärger wurde hinuntergeschluckt, die Radstrecke lief gut an. „Ich musste zwar gleich in die Penaltybox wegen der Zeitstrafe vom Schwimmen, hatte aber gut Kraft in den Beinen.“

Bei Gewitter und strömendem Regen wechselte Dam nach 5:12 Stunden zum abschließenden Marathon. Nach der halben Strecke wäre sogar noch eine Zeit unter der Zehn-Stunden-Marke möglich gewesen, doch die Kräfte ließen nach.

Mit 10:06 Stunden lief der Tullner ins Ziel ein und wurde 45. in seiner Altersklasse. „Ich dachte, ich wäre weiter vorne, aber das Niveau ist auf der Triathlon-Langdistanz unglaublich hoch geworden. Immerhin habe ich alle Dämonen und Teufel der letzten Monate mit diesem Rennen getötet.“