Erstellt am 29. September 2015, 06:42

von Wolfgang Stritzl

Meister hat sich verstärkt. Langenlebarns Herren gehen mit einem breiteren Kader in die neue Saison.

Fahrudin Burek  |  NOEN, privat

Am Wochenende fiel mit dem Österreich- bzw. NÖ-Cup der Startschuss zur neuen Volleyball-Saison. Langenlebarns Herren, amtierender Meister der 2. Bundesliga, sind noch besser aufgestellt als zuletzt. Abgänge gibt es keinen. Den Kader ergänzen der 2,07-Meter-Mann Mohamed Tarek und der 1,92 m „kleine“ Bruno Metnitz. Go Le gibt ein Comeback als Libero.

Transfer von Nihad Alic zu teuer

Mit dem bosnischen Trainingsgast Nihad Alic hätte die Union ein weiteres Ass im Ärmel. Seine Verpflichtung scheitert allerdings an der Transfergebühr, die man zu berappen hätte: 1450 Euro an den europäischen Verband, 400 an den ÖVV und 375 an den bosnischen Verband. „Nihad wäre ein super Leistungsträger, nur können wir uns die Summe nicht leisten“, bedauern die beiden sportlichen Leiterinnen Sabrina Hebenstreit und Nicole Patek. Bis Jänner hätte man Zeit dafür …

Die selbe Gebühr ist für Spielertrainer Fahrudin Burek, seines Zeichens ehemaliger bosnischer Teamspieler, zu entrichten – pro Saison versteht sich. Apropos: „Burek ist der Vater der vergangenen Saison“, weiß Obmann Christian Resch, was er an seinem Trainer hat. 2014/15 geht als erfolgreichstes Spieljahr in die Geschichte der Union Langenlebarn ein: Meistertitel der Damen in der 2. Landesliga und Titel der Herren in der 2. Bundesliga.

Saison dauert länger und wird teurer

Nicht nur die erhöhte Transfergebühr stößt der Union sauer auf, sondern auch, dass in der 2. Bundesliga die Gruppe Ost von ursprünglich sechs auf acht Vereine aufgestockt wurde. Dass die Akademie aus Graz als siebentes Team hinzu kommt, ist kein Aufreger. Dass aber der eigentliche Süd-Verein Hartberg nach dem freiwilligen Rückzug aus der 1. Liga laut ÖVV-Beschluss die Ost-Liga komplettiert, ist ein Ärgernis. Vier zusätzliche Spiele bedeuten einen finanziellen und organisatorischen Mehraufwand. „Die Saison dauert länger und wird teurer …“

Die Damen, die in der 2. Landesliga in einer eigenen Liga gespielt und alle Spiele klar gewonnen haben, peilen eine Stufe höher einen Top-drei-Rang an. Neu im Team ist die Steirerin Martina Helmlinger.


Hintergrund

Die Union Langenlebarn (Spielertrainer Fahrudin Burek) geht mit zwei Damenmannschaften (1. LL, 1. Klasse), einem Herren- (2. Bundesliga) und fünf Jugendteams (U 17 W, U 13 W/M und U 12 W/M) in die Saison.
Interessierte Kinder/Jugendliche sind jeden Montag, 17.30 Uhr (BSZ-Turnsaal), zum Schnuppern herzlich willkommen.
Am Samstag fand in Tulln die erste NÖ-Cup-Runde statt. Auf sechs Plätzen fanden elf Spiele statt. Am Sonntag war in Tulln Auftakt der Jugend-Meisterschaft. 18 Spiele gingen in den beiden Hallen über die Bühne, von Langenlebarn war keine Mannschaft dabei.

NÖ-Cup, 1. Runde in Tulln.
Damen. UNION LANGENLEBARN – OBERWEIDEN 3:0. Langenlebarn: Ho Thi, Glas, Bonic, Neunteufel, Rast, Koller, Reb.