Erstellt am 13. Juli 2016, 03:42

von Wolfgang Stritzl

Großer Sport im Tullner Aubad. Langenlebarn machte beste Werbung für den Volleyball-Sport. Das traditionsreiche Turnier der Union

Obmann Christian Resch und Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer gratulierten Lucas Skrabal/Felix Friedl, den Siegern Oliver Cizmazia/Igor Horvath, Mathias Seiser/Benedikt Kattner und Maximilian Trummer/Florian Ertl zu ihren Platzierungen. Rechts: Raiffeisenbank-Direktor Manfred Leitner. Wolfgang Stritzl  |  NOEN

Das traditionelle Beachvolleyball-Turnier der Union Langenlebarn, das Wiesbauer-Open, erlebte seine bereits 21. Auflage. Es war ein tadellos organisiertes Sportevent der Extraklasse, das bei heißem Badewetter über die Bühne ging. „Die Teams waren einmal mehr vom einzigartigen Ambiente im Aubad und der perfekten Infrastruktur der Beachvolleyballanlagen begeistert“, freute sich Union-Obmann Christian Resch.

„Logisches Finale“ bei den Herren

Auch heuer wurde den begeisterten Zusehern spektakulären Sport auf hohem Niveau geboten. Bei den Herren gab es das logische Finale: Die topgesetzten Slowaken Igor Horvath/Oliver Cizmazia trafen auf die Nummer-2-Paarung Lucas Skrabal/Felix Friedl.

Kärntner vergaben zwei Satzbälle

Die 20-jährigen Junioren-Nationalteamspieler aus Kärnten stellten mit zwei super Blocks von Friedl von 7:8 auf 9:8 und bauten den Vorsprung bis zur heißen Phase des ersten Satzes sogar noch aus. Skrabal/Friedl vergaben zwei Satzbälle, die Slowaken ihrerseits nützten den ersten.

Diesen Rückschlag konnten die Herausforderer nicht verdauen, ihr Widerstand war gebrochen. Wie schon am Ende des ersten Satzes unterliefen Friedl leichte Fehler: Ein Service ins Netz, ein Ball ins Out und ein gelungener Block brachten die Slowaken mit 20:14 in Führung – sie nutzten bei Standing Ovations den ersten von sechs Matchbällen und sicherten sich die Goldene Rose der Stadt Tulln, die Wiesbauer-Riesenbergsteiger und den Siegerscheck von 300 Euro.

Max Fischer auf Platz fünf

Max Fischer nutzte an der Seite von Patrick Kain den Heimvorteil optimal und wurde guter Fünfter – das Top-Ergebnis eines Union-Langenlebarn-Spielers. Nichts für schwache Nerven war ihr 2:1-Zittersieg gegen Rohm/Goldschmied. Nach dramatischem Spielverlauf, tollen Ballwechseln und Abwehr eines Matchballes nützten sie ihren vierten zum umjubelten Sieg. Kain, der bei zwei Service-Netzrollern Glück des Tüchtigen gehabt hatte, hatte seinem Partner Fischer in der engen Phase des Krimis Mut gemacht: „Knappe Spiele haben wir noch immer gewonnen.“ Und auch diesmal sollte es so sein. Im Viertelfinale war gegen die späteren Finalisten Skrabal/Friedl Endstation.

Das neuformierte Duo Stephan Kunz/Franz Schmidt wurde nach einer hervorragender Leistung 13.

Christian Resch war zum 21. Mal in Folge nicht nur Moderator und Stimmungsmacher, sondern auch als Aktiver im Hauptbewerb am Start. Für Resch/Mike Holzmann reichte es letztlich nur zum 17. Rang. Das denkwürdige Aufeinandertreffen mit Altstar Christian Noisternig an der Seite von Harald Dobeiner, Österreichs ehemaliger Nummer 1 im Beachvolleyball-Ranking, ging nach hartem Kampf mit 1:2 verloren. Noisternig und Resch meinten aber nach dem Spiel, noch nicht aufhören, sondern auch 2017 nochmals dabei sein zu wollen.

Maximilian Fischer (links) hielt die Fahne der Union Langenlebarn hoch und erreichte als Fünfter ein respektables Ergebnis. Wolfgang Stritzl  |  NOEN

Die Damen-Konkurrenz entschieden Franziska Friedl/Dorina Klinger mit einem 2:0-Sieg gegen die Überraschungs-Finalisten und Nummer-1-Bezwinger Corina Breuss/Anna Mayr für sich. Damit hat Franziska das geschafft, was ihrem Vater und Coach Didi Friedl, vor 20 Jahren selbst Top-Ten-Spieler in Österreich und Ende der Neunziger in Tulln am Start gewesen, verwehrt geblieben ist: das Turnier im Aubad zu gewinnen! Das Damenfinale wurde von der international bekannten und Olympia- sowie WM-erprobten Schiedsrichterin Andrea Haas geleitet. Sabrina Hebenstreit und Michaela Oberhuber waren über ihren siebenten Rang bei den Damen doch etwas enttäuscht. Freuen durfte sich Hebenstreit allerdings über den reibungslosen Ablauf, für den sie gemeinsam mit Nicole Patek als umsichtige Turnierleiterinnen verantwortlich zeichnete.