Erstellt am 12. April 2017, 05:45

von Wolfgang Stritzl

Zehn Minuten vor Schluss noch vorne. Tulln hätte sich gegen Perchtoldsdorf Punkt verdient. Im Finish verlor Tulln das Spiel und zwei Spielerinnen mit Rot.

Kerstin Schindl am Weg zu einem ihrer drei Tore.  |  NOEN, Wolfgang Stritzl

Im dritten Spiel des Meister-Play-Offs setzte es die dritte Niederlage. Tulln war aber knapp dran an einem Erfolgserlebnis.

Die Mannschaften geizten lange mit Toren, erzielten bis zur Pause gemeinsam so viele Treffer wie sonst ein Team alleine (8:7).

Das klare Ergebnis täuscht. Denn zehn Minuten vor Schluss führte Tulln (17:16)! Kerstin Schindl hatte ihre Farben mit beherzten Alleingängen durch die Mitte in Front gebracht.

Perchtoldsdorf-Trainerin Claudia Schuh nahm Timeout. „Es geht sich noch aus, wir müssen kämpfen bis zum Umfallen!“, feuerte sie ihre Schützlinge an.

Fünf Minuten später gab es Timeout von Tulln. Dazwischen lagen sechs Tore von Perchtoldsdorf, nur ein Treffer von Tulln und ein vergebener Siebenmeter (Viktoria Hopfeld scheiterte an Sabrina Rasdeuschek). Bei den Heimischen flatterten in dieser Phase die Nerven. Unnötige Ballverluste wurden mit leichten Gegenstoß-Toren bestraft. Die beiden Viktorias auf Seiten Tullns, Hopfeld und Forster, sahen die letzten Sekunden von der Tribüne aus. Beide hatten nach drei Zwei-Minuten-Strafen die rote Karte gesehen …