Erstellt am 30. September 2015, 05:32

von Lukas Schandl

Zurückgekämpft: Vitis bewies Moral. Die Doppler-Elf gewann gegen Dobersberg trotz 0:2-Rückstands. Eibenstein bot Weitra lange Paroli.

Da geht's lang! Litschaus Ralf Wagesreither hatte seine Hintermannschaft gegen Kautzen gut im Griff. Die Schrammelstädter bleiben am Spitzenquartett dran.  |  NOEN, M. Köpf

DOBERSBERG - VITIS 2:3. Der Aufsteiger führte durch Treffer von David Longin und Jakub Vagner bereits nach zehn Minuten mit 2:0 und hatte die Partie fest im Griff.

Erst nach dem Anschlusstreffer von Miroslav Hubeny fanden auch die Gäste in die Partie (56.). Wenig später rückte der Referee in den Mittelpunkt: Nach einem Foul von Vitis-Akteur Alexander Hofstetter sah der Stürmer die zweite gelbe Karte – aber auch Dobersbergs Schlussmann Daniel Meller musste nach einem anschließenden Stoß gegen Hofstetter unter die Dusche (64.).

Die Gäste konnten ihren Ausschluss offenbar besser verdauen: Nach einem Corner köpfte Zdenek Manhal zum Ausgleich ein (71.), ehe Hubeny im Eins-gegen-Eins mit dem gegnerischen Torwart die Nerven behielt und zum 3:2-Sieg einschoss (85.).

WEITRA - EIBENSTEIN 5:1. Trotz schneller Führung agierten die Gastgeber zeitweise zu ängstlich. Eibenstein konzentrierte sich aufs Verteidigen, blieb im Konter aber stets gefährlich. Nach dem Ausgleich durch Michael Dürnitzhofer hatte Michal Meduna mit einem Lattenschuss Pech.

„In der letzten Viertelstunde mussten wir unserem bedingungslosen Einsatz dann leider Tribut zollen“, gesteht SVE-Obmann Gerhard Lindner. Michael Hobiger brachte seine Farben in Führung (73.), Václav Koloušek und Daniel Zinke trafen nach schönen Einzelaktionen (82., 83.). Lukas Adam setzte per Freistoß den Deckel drauf (85.).

GASTERN - PFAFFENSCHLAG 2:1. Auch im Derby wurde es nichts mit dem ersten Sieg für Pfaffenschlag. Gastern präsentierte sich von Beginn weg als die überlegenere und torgefährlichere Mannschaft. Noch vor der Pause brachten Marek Veis und Jürgen Höbinger die Hausherren nach schönen Spielzügen mit 2:0 in Front. „Wir hätten aber noch höher führen müssen“, ärgert sich Sektionsleiter-Stellvertreter Karl Gruber. So kam nach dem Anschlusstreffer durch Pfaffenschlags Markus Masch noch einmal Hektik auf. Der Sieg blieb aber ungefährdet.

LITSCHAU - KAUTZEN 3:0. Die Gäste erwischten den besseren Beginn, verabsäumten es aber, ihre Chancen in Zählbares umzumünzen. Litschau erwies sich als effizienter: Mit der ersten richtigen Chance brachte Benjamin Hofbauer die Schrammelstädter in Führung (28.). Kautzens Ondrej Pribyl scheiterte mit einem Stangenschuss am Ausgleich.

Kurz nach Wiederbeginn wurde Kautzens Roland Weiß nach wiederholtem Foulspiel vom Platz gestellt. „Der Aktion ging aber ein klares Abseits voraus“, ärgert sich USV-Sektionsleiter Alfred Gabler. Die Gastgeber nutzten die numerische Überlegenheit: Ein Doppelschlag fünfzehn Minuten vor Ultimo bedeutete die Entscheidung (72., 75.). In der Schlussphase wurde auch Litschaus Dominik Weidmann vom Platz gestellt. Er ließ sich nach einem Gerangel mit seinem Gegenspieler zu einer Tätlichkeit hinreißen (76.).

GUTENBRUNN - NONDORF 1:3. Die Gäste begannen stark und erarbeiteten sich schon im ersten Durchgang ein gewaltiges Chancenplus. Nach einer halben Stunde sollte das erste Tor fallen: Jaroslav Cech profitierte beim Führungstreffer allerdings von einem Patzer des gegnerischen Keepers, der seinen eher harmlosen Schuss passieren ließ (28.).

Gutenbrunn blieb vor allem im Konter gefährlich, die Auswärtigen hatten den schnellen Lewis Mukalenga aber fest im Griff. Nach einer Stunde Spielzeit drehte Tomas Krejca einen Freistoß in die Maschen, doch die Gastgeber kamen durch einen Kopfballtreffer von Roman Grudl noch einmal heran (69.). Ein platzierter Flachschuss von Jaroslav Cech besiegelte aber den verdienten Sieg (88.).

HEIDENREICHSTEIN - KOTTES 2:0. „Wir haben gut gespielt und ließen dem Gegner keine Chance“, hatte Heidenreichsteins Obmann Christian Domini allen Grund zur Freude. Dennoch wurde es im Endeffekt ein Arbeitssieg, weil man zu viele Chancen liegen gelassen hatte. Oliver Flicker schloss eine Einzelaktion zum Führungstreffer ab (37.), erst zehn Minuten vor Schluss besorgte Michael Bauer nach einem Eckball die Entscheidung. Domini: „Wenn wir so weiterspielen, sind wir auf einem guten Weg!“