Erstellt am 10. September 2015, 06:12

von Maximilian Köpf

Mehr Leute & neue Sieger. Über 20.000 Besucher sahen auf erschwerter Strecke den Premierensieg von Houschko-Holz-Racing vor dem Raabser Lagerhaus-Team.

Die Premierensieger vom Houschko-Holz-Racing-Team und das Team Raiffeisen-Lagerhaus Raabs waren nach 24 Stunden noch immer in der gleichen Runde. Auf Rang drei landete der IHC-Rennstall Weißenbach B. Als erste Gratulanten stellten sich TOC-Reingers-Obmann Reinhard Fürnsinn, Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Bürgermeister Andreas Kozar und Obmann-Stellvertreter Gerhard Hanko ein.  |  NOEN, Christian Freitag

Wenn die Traktoren in Reingers brummen, dann pilgern die Zuschauer ins Hanfdorf. Die 12. Auflage der Internationalen Oldtimertraktoren-Langstrecken-Weltmeisterschaft dürfte den Besucherrekord des Vorjahres von knapp 20.000 Zuschauern noch einmal überboten haben. „Die endgültigen Zahlen sind noch ausständig. Die Tendenz geht aber dahin, dass wieder eine Spur mehr Zuschauer da waren, als im Vorjahr“, freute sich Reinhard Fürnsinn, Obmann des Traktorenoldtimer-Clubs (TOC) Reingers.

Perfekt ins Bild passen da auch die strahlenden Sieger. Nicht nur, dass das Houschko-Racing-Team nach Jahren der Aufbauarbeit den ersten Sieg im 24-Stunden-Rennen einheimste – es schaffte diesen Triumph im Duo. Zweimal sechs Stunden kamen dabei auf jeden Fahrer zu. „Eine beachtliche Leistung“, zollte Fürnsinn Respekt. Die anderen Spitzenteams sind zu viert unterwegs. So auch das Team Raiffeisen-Lagerhaus Raabs – im Vorjahr noch Dritter. Sie schafften es als Einzige, mit den 126 gedrehten Runden der Sieger Schritt zu halten – allerdings mit siebeneinhalb Minuten Rückstand. Dennoch war es bis zum Schluss spannend. „Wenn dir ein Fehler passiert, sind ein paar Minuten gleich weg“, so Fürnsinn.

Und bei der neuen Streckenführung, die jener der Vorjahre nur zur Hälfte glich, waren Fehler an vielen Stellen möglich. Vor allem die enge Waldpassage verlangte den Fahrern alles ab. Passiert ist – bis auf einige Blech- und Reifenschäden – allerdings nichts. „Das spricht für die Vernunft der Fahrer“, sagt Fürnsinn. „Denn am Limit sind alle gefahren.“ Das wurde übrigens im Vergleich zum Vorjahr noch einmal hinaufgeschraubt. Die spritzigen Traktoren der Spitzenteams dominierten auch das Beschleunigungsrennen am Freitag.

Vorabend-Konzept wird neu überdacht

Der Vorabend zum 24-Stunden-Klassiker verlief wieder spektakulär. Der angestrebte Starter-Rekord von 20 wurde allerdings mit elf Teams gehörig unterboten. Die Zeit zwischen freiem Training und Beschleunigungsrennen war für viele einfach zu knapp. Die Zukunft des Drag-Rennens steht daher in den Sternen. Fix dabei sind nächstes Jahr wieder die Motocross-Freestyler, die den zahlreichen Besuchern die Nacht mit zwei Shows versüßten.