Erstellt am 06. Januar 2016, 06:28

von Petra Suchy

„Hätte ich nicht für möglich gehalten!“. Bilanz von LT-Obmann voll Staunen und Demut: Über 750 Finisher sorgten für Mega-Rekord.

 |  NOEN, Petra Suchy
Nach solch einem Jahresabschluss kann die Sportstadt Gmünd zurecht mit Stolz ins neue Jahr blicken: Selbst windige -2 Grad Celsius konnten beim 5. Werbeprofi-Silvesterlauf am 31. Dezember einen feurigen Jahresabschluss nicht verhindern. Bei Frauen und auch Männern fiel im Hauptbewerb der Streckenrekord, zugleich wurde mit insgesamt 752 Finishern ein gigantischer neuer Teilnehmer-Rekord aufgestellt, der selbst Traditionsbewerbe wie den 35. Silvesterlauf in Krems (379 Finisher) mit Leichtigkeit in den Schatten stellt. Die 850 Startnummern wurden fast zur Gänze aufgebraucht, die vorgedruckten Anmeldezettel waren bereits beim Kinderbewerb ausgegangen.

Vorjahressieger wieder auf Rekordkurs

Mit Dankbarkeit und Demut begegnete Laufteam-Obmann und Race-Director Bernhard Bock der Entwicklungsdynamik des noch jungen Gmünder Laufs zum größten Waldviertler Silvesterspektakel: „So eine Steigerung hätte ich nicht für möglich gehalten. Über 90 Prozent der Vorangemeldeten sind auch tatsächlich gestartet. Trotz der Kälte haben sich auch über 70 Läufer noch kurzfristig angemeldet. Das ist echt sensationell. Vielen Dank an alle – Teilnehmer, Helfer, Zuseher, Berichterstatter, Fotografen, Sponsoren und Gönner –, die das ermöglicht haben!“


Als Krönung lieferte der Event den Zuschauern auch wieder sportliche Spitzenwerte: Die Streckenrekorde fielen sowohl bei den Damen als auch den Herren. Vorjahressieger David Vaš aus Hluboká bei Budweis verbesserte seine Zeit erneut und legte in seinem ersten Wettkampf nach einem wochenlangen Höhentraining in Kenia die beeindruckende Zeit von 20:19 auf 6,5 Kilometer hin – macht im Schnitt starke 3:07 Minuten pro Kilometer. Hinter ihm sein Landsmann Jakub Smetana (20:36), der im August Schlossparklauf-Sieger Andi Silberbauer mächtig gehetzt hatte.



Ins starke Feld der fünf tschechischen Topläufer, die neben Gold und Silber auch Platz vier bis sechs belegten, mischte sich der Zöbinger Philipp Gintensdorfer (20:49). Der zweite Österreicher trug mit Andi Kainz (22:32) dann die Farben des LT Gmünd. „Mit der Leistung kann ich bei dieser Konkurrenz zufrieden sein“, sagt der Wahl-Zwettler, der für 2016 schon wieder Triathlon trainiert.

Premieren-Auftritt mit Sieg belohnt

Mit Valerie Soukupová kam auch die schnellste Frau aus Tschechien; die leichtfüßige Budweiserin landete bei ihrem ersten Antreten in Gmünd mit 23:01 Minuten (km-Schnitt von 3:32!) nebenbei auch gleich am 10. Gesamtplatz. Elisabeth Reiter (LTU Waidhofen) weinte ihrem 2013 aufgestellten Rekord keine Träne nach, lief in 26:17min (ohne Pulsuhr) die zweitschnellste Zeit.



„Den Silvesterlauf hab ich zum Spaß mitgemacht, ich trainiere nur mehr auf lange Distanzen“, verrät die Vitiserin, die am 10. April den Ironman Südafrika ins Visier nimmt. Am obersten Platz des Siegertreppchens im Hobbylauf landeten Lokalmatador Christian Kreindl (LT Gmünd) und Sarah Führer (ULC Horn), im Kinderlauf waren Thomas Riener aus Brand und Lisa Neudert (LTU Waidhofen) die Gesamtschnellsten.