Erstellt am 20. Januar 2016, 06:33

von Maximilian Köpf

"Eine Riesensache!". Ab Sommer schlägt Europameister Stefan Fegerl beim deutschen Spitzenklub Borussia Düsseldorf auf.

Stefan Fegerl hat leicht lachen: Mit dem Wechsel zu Borussia Düsseldorf gelang ein weiterer Meilenstein.  |  NOEN, Köpf
Das neue Jahr begann für Stefan Fegerl so, wie das alte aufgehört hat: aufsehenerregend. Mit dem Transfer zum deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf gelang dem Unterlembacher Mitte vergangener Woche ein weiterer Meilenstein seiner Karriere. „Da musste ich nicht lange überlegen“, sagt er im NÖN-Gespräch. „Die Borussia ist eine führende Adresse im europäischen Tischtennis, eigentlich sogar weltweit.“

Die Tatsache, dass der 26-Jährige ein Wunschkandidat der Düsseldorfer war, beschleunigte die Verhandlungen natürlich. „In zwei Tagen war alles unter Dach und Fach“, erzählt Fegerl. „Das bestätigt meinen Weg und meine Leistung. Ich bin jetzt der erste Österreicher in der deutschen Bundesliga. Eine Riesensache!“

„Ein ganz anderes Niveau“

Die deutsche Bundesliga ist, anders als die österreichische, eine reine Profi-Liga und ein echter Publikumsmagnet. „Ein ganz anderes Niveau“, weiß Fegerl. „Ungefähr wie im Fußball. Und die Borussia ist der FC Bayern des Tischtennis.“ Daher ist auch klar, was verlangt wird: Titel! „Von dem her trifft es sich ganz gut“, schmunzelt er. „Bei Weinviertel Niederösterreich und vorher bei SVS war das ja auch nicht anders.“ Künftiger Teamkollege von Fegerl ist unter anderem der deutsche Star Timo Boll (ehemaliger Weltranglisten-Erster, jetzt Siebenter). Sein Vertrag mit Borussia Düsseldorf läuft ab 1. Juli. Ein Deutscher wird Fegerl aber nicht. „Ein Umzug kommt nicht in Frage“, stellt er klar. „Ich wohne weiter in Wien und trainiere in der Werner Schlager-Akademie.“

Chancen auf Halbfinaleinzug stehen gut

Bis dahin möchte sich der Unterlembacher bei der SG Weinviertel NÖ mit Glanz und Gloria verabschieden, noch einen großen Titel holen. Der erste Auftritt im ETTU-Cup-Viertelfinale im schwedischen Halmstad lief nicht ganz nach Wunsch: Da Hou Yingchao nur für die Champions League verpflichtet wurde und Daniel Habesohn am Auge operiert werden musste, traten Fegerl und Dominik Habesohn nur zu zweit an, verloren 2:3.

Beim Rückspiel am Freitag stehen die Chancen auf den Halbfinaleinzug dennoch gut. Das Ziel lautet: ETTU-Cup-Sieg. Wie es danach mit der SG weitergeht, steht in den Sternen…