Erstellt am 08. September 2015, 10:22

von Werner Grubeck und Mathias Schuster

Spiel bestimmt, dennoch verloren. Weißenkirchen-Keeper Jürgen Mark brachte die Raabser zur Verzweiflung. Hinten wurde man ausgekontert.

Daheim keine Macht. Vor ihren Fans im heimischen Thayatal-Stadion bleiben die Raabser (re. Stefan Hölzl, gegen Tomas Zatloukal) weiterhin ohne Punktgewinn.  |  NOEN, Michael Salzer

RAABS - WEISSENKIRCHEN 0:3. Spielertrainer Damir Grabovac und Zdenek Stepanovsky waren nach ihren Sperren wieder dabei, konnten die zweite Heimschlappe aber nicht verhindern. „Wir gratulierten Gästekeeper Jürgen Markl zu seiner herausragenden Leistung“, sagte Sektionsleiter-Stellvertreter Andreas Kalaschek. Die Gratulationen waren berechtigt, denn Raabs war die spielbestimmende Mannschaft, kassierte aber drei Kontertore. Goalgetter Marek Fukan scheiterte dreimal an Markl, Florian Kranzl setzte einen Kopfball knapp neben das Tor. Einmal landete der Ball im Gästetor, der Schiedsichter-Assistent sah aber Fukan im Abseits stehen. Kalaschek: „Wir hätten fünf Tore machen müssen, selbst nach dem 0:3 fanden wir noch einige Chancen vor. Die wären zu packen gewesen.“

ST. MARTIN - GRAFENWÖRTH 2:2. Die Lainsitztaler wollten den ersten Sieg einfahren, letztlich musste die Meisner-Elf mit diesem einen Punkt zufrieden sein – wegen eines Elfers in der Schlussminute. Der von Schiedsrichter Scheibenpflug wegen vermeintlichen Foulspiels eines Gästespielers im Strafraum zugesprochene Elfmeter löste bei den Gästen Proteste aus, die St. Martiner nahmen das Geschenk dankend an – Mateusz Sczcur verwandelte sicher zum Ausgleich. Die Spielanteile in Hälfte eins waren gleichmäßig verteilt, die zwei Gegentore der Lainsitztaler vermeidbar. Florian Höbarth wurde aus kurzer Distanz angeschossen – Eigentor. Einen Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung nutzten die Gäste zum 2:0. „Ich habe in der Pause einiges verändert, die zweiten 45 Minuten beherrschten wir den Gegner“, erklärt Trainer Lukas Meisner. Marko Gattringer köpfte völlig freistehend am Tor vorbei, bereitete aber mustergütig den Anschlusstreffer von Kapitän Karl-Heinz Fessl vor.

HORN II - HARTL HAUS 3:2. Schon nach zehn Minuten wurde Gäste-Spielertrainer Andreas Bachhofner-Wurm zum Pechvogel: Er rutschte ihn einen Schuss der Hausherren und fälschte das Leder unhaltbar ins eigene Gehäuse ab. In Folge diktierte Horn die temporeiche Partie. Verdient war daher das 2:0 knapp vor der Pause. Es resultierte aus einer flach abgespielten Ecke, Sally Preininger verwandelte aus acht Metern direkt. Nachdem Preininger kurz nach Seitenwechsel einen Ballverlust der „Echsen“ mit einem Kontertor bestrafte, schien die Partie durch zu sein.

Nach einer Stunde fand ein abgefälschter Schuss von Bartek Forc den Weg in die Maschen. Dann sah Thomas Augustin für ein Foul an Forc die zweite Gelbe. Auch Echsenbachs Martin Meixner ging wegen Kritik am Schiri frühzeitig duschen. Kurz vor Schluss verstaute Ales Pacak die Kugel nach einem schönen Alleingang im langen Eck, danach ließ Belej eine Doppelchance auf den Ausgleich liegen.

GROSS GERUNGS - ZWENTENDORF 2:1. Die Hausherren dominierten Zwentendorf vor der Pause, ließen nur wenig zu und kamen durch Matthias Fichtinger, nach Stanglpass von Dominik Fuchs, in Minute 27 zur Führung. Ahmed Salami wurde nach 46 Minuten wegen Kritik ausgeschlossen, ehe Martin Maly nach Fuchs-Vorlage das 2:0 erzielte. Durch einen Freistoßtreffer ins kurze Eck kamen die Gäste auf 2:1 heran (61.), weitere Chancen hatten aber nur die Gastgeber. Fichtinger schloss in guter Position überhastet ab, Fuchs setzte das Leder alleine vor Keeper Manuel Fries zweimal neben das Tor.

SCHWEIGGERS - REHBERG 1:0. Nach der knappen und unglücklichen Niederlage in Sieghartskirchen erlebte die Primus-Elf gegen den nächsten Titelanwärter ein ähnliches Spiel. „Diesmal aber mit dem besseren Ende für uns“, lachte Thomas Reif, Sportlicher Leiter der Hausherren.

Die erste Hälfte war geprägt vom Abtasten beider Teams, Müllner scheiterte mit einem Schuss an der Latte, auf der Gegenseite parierte Maringer einen Freistoß. Vladimir Balek gelang sieben Minuten nach Seitenwechsel das Goldtor, der Legionär wurde nach einem Ballgewinn ideal von Thomas Steinbauer bedient und schob die Kugel am Keeper vorbei. „Wir hätten dann den Sack zumachen sollen. So haben wir noch ein wenig gezittert“, so Reif. Einen Stanglpass von Ronald Eigner jagte David Liebenauer aus fünf Metern übers Tor, später traf Steinbauer an die Stange.