Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:27

von Petra Suchy

Mit Platz eins nach Hawaii. „Dr. Ironlady“ Reiter trotz anspruchsvoller Radstrecke mit zwei Top-Splits (schnellste AK-Marathon-Zeit) zu Gold. Frühwirth bei Überholen zweimal abgestraft.

Elisabeth Reiter und Rudi Langsteiner (beide LTU Waidhofen) freuten sich über ihre Resultate beim Ironman Mallorca. Die Vitiserin löste mit Klassen-Gold auch das einzige Ticket für die Weltmeisterschaft in Hawaii.  |  NOEN, privat

Super Erfolg für Elisabeth Reiter: Beim Ironman Mallorca (3,9km Schwimmen, 180km Bike, 42,2km Laufen) finishte die Vitiserin Urologin in 10:34 Stunden als Schnellste ihrer Altersklasse 40-44 und löste somit souverän zum zweiten Mal das (einzige in ihrer Division vergebene) Ticket für die Weltmeisterschaft in Hawaii.

Ihre Stärken spielte die schnellste Dame des LTU Waidhofen im Schwimmen und vor allem beim Marathon (3:25std) aus. „Sie is g‘rennt wie ein Uhrwerk, war nach dem Radsplit auf Rang 759 und hat beim Laufen dann mehr als die Hälfte ihrer Vorderleute überholt“, lobte LTU-Obmann Erich Scharf Reiters Performance. Somit ist die ausdauernde Frau Doktor nicht nur bei der EM 2016, sondern vier Wochen darauf auch bei der WM am Start.

Zweimal die blaue Karte bekommen

Am 80. Gesamtplatz finishte ihr Trainerkollege „Iron-Alex“ Frühwirth als bester Waldviertler – allerdings mit gemischten Gefühlen, bekam er doch innerhalb von acht Minuten zweimal die blaue Karte aufgebrummt. „Bis dahin hab ich laufend überholt, ehe ich auf ein großes Pulk aufgefahren bin und zweimal abgestraft wurde. Wenn du dann zehn Minuten in der Penalty-Box stehst, ist die Motivation nicht mehr so groß.“

Eher verhalten radelte der Kirchberger dann auf der mit giftigen Anstiegen gespickten Serpentinen-Strecke (insgesamt: 1.427 Höhenmeter) weiter – „Ich hab ständig geschaut, ob eh kein Wettkampfrichter in der Nähe ist, denn die dritte Karte wär das Rennende gewesen.“

Am Ende war er nach 9:35 Stunden als Siebenter seiner Altersklasse im Ziel.

Als dritter LTUler im Bunde stieg Rudolf Langsteiner nach 1:12 Stunden aus der Bucht von Alcúdia, ehe er zur Aufholjagd ansetzte und sich vom 109. auf den 35. AK-Rang vorkämpfte. Mit einem Marathon über 3:28 Stunden bzw. der Gesamtzeit von 10:11 wurde der Dobersberger Elfter in der AK 50-54.