Erstellt am 20. Juli 2016, 05:07

von Christopher Eckl

Großes Ziel ist das Podest. Das Pfaffenschlager Rallye-Ass Michael Böhm will vor der Sommerpause beim Staatsmeisterschaftslauf in Weiz noch einmal einen Pokal erobern.

Michael Böhm will bei der Rallye in Weiz/Steiermark gemeinsam mit Beifahrerin Jasmin Noll einen Pokal einheimsen.  |  NOEN, Daniel Fessl

Nach der Pause ist für Michael Böhm vor der Pause. Nachdem der Pfaffenschlager mit Beifahrerin Jasmin Noll bei der Schneebergland-Rallye den starken zweiten Rang in der 2-WD-Wertung belegte, hieß es für das Duo erst einmal fast ein Monat ausrasten. Am kommenden Wochenende wartet der Staatsmeisterschaftslauf in Weiz. Auch danach ruht die Rallye-Szene erneut, geht bis zur Rallye Liezen (ab 24. September) in eine genau zweimonatige Sommerpause.

Doch bevor er in den Urlaub aufbricht, will es Böhm noch einmal so richtig krachen lassen. Was die Motivation erhöht: an Weiz hat er ausgezeichnete Erinnerungen. „Hier habe ich letztes Jahr meinen dritten Staatsmeistertitel fixiert“, blickt der Waldviertler zurück. „Ich kenne die Weizer Prüfungen und weiß, dass ich mich dort sehr wohl fühle. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass meine Co-Pilotin Jasmin Noll und ich wieder gut dabei sein werden.“

 |  NOEN

So richtig nach dem olympischen Motto (dabei sein ist alles) will man aber doch nicht vorgehen. Die Heimfahrt möchte das Gespann Böhm/Noll mit einem Pokal im Gepäck antreten – das Ziel ist ein Podestplatz in der Wertung der zweiradgetriebenen Rallye-Boliden. „Von einem Sieg zu sprechen, wäre nach dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft vermessen. Dazu sind die R3-Autos unserer Konkurrenten Simon Wagner und Daniel Wollinger, wenn dort alles klappt, leistungsmäßig zu überlegen.“

Schwächeres Auto, bessere Nerven?

Das angesprochene Duo beherrscht auch die Staatsmeisterschaftswertung, in der Böhm aktuell mit 43 Punkten Rückstand auf Leader Wagner auf Platz drei rangiert. Der Grund für den Rückstand Böhms ist sein im Vergleich zur Konkurrenz leistungsschwächerer Opel Adam R2. „Wagner und Wollinger haben an die 50 PS mehr zur Verfügung. Aber man hat schon gesehen, dass wir beim kleinsten Fehler sofort an ihnen dran sind. Schauen wir mal, wie ihr Nervenkostüm aussieht. Möglicherweise sind wir am Ende ja sogar die lachenden Dritten.“