Erstellt am 03. August 2016, 05:03

von Petra Suchy

Glockner ist verkauft. Toller Start der Charity-Aktion für „Race Around Austria“: 15.000 Euro fix. Auch sportlich läuft für Schrenk-Team alles nach Plan.

Nur mehr wenige Tage trennen Stefan Schrenk von seinem dritten RAA-Abenteuer – diesmal mit eine Spenden-Aktion in Kooperation mit dem Rotary-Club.  |  NOEN, Suchy

Nur mehr wenige Tage trennen Stefan Schrenk von seinem dritten „Race Around Austria“ – nach seinem Start im Zweier-Team bzw. als Teamleiter von Alexandra Meixner stellt er sich der Herausforderung des härtesten Non-Stop-Radrennens Europas (2.200km/30.000 Höhenmeter) solo, allerdings nicht allein… „Es geht beim RAA nicht nur ums Radfahren. Das ist auch der Grund, warum mich der Bewerb so fasziniert: Es sind der Teamspirit, die organisatorischen Abläufe, die Stimmung und nicht zuletzt, dass zehn Leute mit dir deinen Urlaub verbringen“, bringt es der 36-jährige Vitiser auf den Punkt.

Mit einem letzten Teamtraining am kommenden Samstag werden alle Positionen nochmals durchgespielt, sportlich ist Schrenk „so gut vorbereitet, wie noch nie“.

Team & Technik stehen, Schrenk in Hochform

Der abschließende Leistungstest lässt ihn dem 15. August daher optimistisch entgegenblicken. Auch der Abendstart kommt ihm entgegen, die erste Schlafpause von 1 bis 1,5 Stunden ist erst in der zweiten Nacht vorgesehen. Das erste Drittel ist relativ klar durchgeplant, ab dann wird viel improvisiert. „Vorm Glockner kommt jedenfalls noch eine Schlafpause, aber auf die Berge freu‘ ich mich schon richtig“, so Schrenk. Grund zur Freude hat er auch nach dem Start seiner Charity-Aktion, die mit jedem verkauften Höhenmeter einen Spenden-Euro für zwei karitative Projekte bringen soll: 15.000 Euro und somit die Hälfte sind schon erreicht, ganze Streckenabschnitte und Bergketten bereits an Sponsoren vergeben.

15.000 Euro schon fix, Soboth ist noch zu haben

Die Patronanz über den Großglockner mit seinen 1.203 Höhenmetern übernahm die EVN. Noch zu haben sind etwa die Silvretta-Hochalpenstraße (1.216hm) oder der Soboth (1.195hm), den Xandi Meixner entgegen ihrem ersten Ausruf für das gesamte Weinviertel eintauschte. Schrenk: „Sie hat gesagt, kein Berg hat sie so gewurmt wie das Weinviertel.“

Einer, der überraschend doch nicht beim RAA dabei sein wird, ist Thomas Neuwirth. Der 29-jährige Litschauer hat in Bausch und Bogen umgeschwenkt, will gar keine Rennen mehr mit Betreuerteam bestreiten. Über seine Pläne für ein Rennen jenseits von 2.200km im August hält er sich noch bedeckt.

Das Rennen 2016

Das Rennen: Das „Race Around Austria“ (RAA) ist das härteste Radrennen Europas und ein Qualifikationsrennen fürs legendäre „Race Across America“. In vier Etappen bewältigen die Einzel- und Teamfahrer 2.200km und 30.000 Höhenmeter.

Der Zeitplan: Die ersten Starts sind am Dienstag, 9. August, um 8 Uhr (Damen) und von 18 bis 19 Uhr (Herren B-Startblock). Am 10. August gehen u.a. Seriensieger Christian Strasser (2015 war er nach 3 Tagen und 14 Stunden im Ziel), die 2er- und 4er-Teams auf die Strecke. Zielschluss ist am Montag, 15. August.

Die Strecke: von St. Georgen im Attergau über das Mühlviertel, ins Waldviertel über Gmünd, Schrems, Langegg, Heidenreichstein und Litschau, Drosendorf zum Neusiedlersee, über die Südsteirische Weinstraße, zum Großglockner (2.505m), zur Silvretta-Hochalpenstraße (2.039m), über Innsbruck.

Die Spenden-Aktion: Die Rotary Clubs und das Schrenk-Sportteam sammeln Spenden für das Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche in Grainbrunn (Bezirk Zwettl) und die Radsport-Sektion des Österreichischen Behindertenverbands. Mit den 30.000 Höhenmetern des Rennens sollen 30.000 Euro an Spenden hereinkommen.

Fanzone in Weitra: Die Rotary-Club-Mitglieder erwarten Stefan Schrenk am 10. August zwischen 5 und 6 Uhr Früh in Weitra an der Strecke.
 www.schrenksportteam.at
 www.racearoundaustria.at