Erstellt am 23. März 2016, 06:44

von NÖN Redaktion

Heiße Fahrt auf das Podium. Neues Team, neues Auto, neue Co-Pilotin und ein wilder Dreher – dennoch landete Michael Böhm beim Saisonstart in der Steiermark auf Rang drei.

Fast perfekter Einstand: Michael Böhm und seine neue Co-Pilotin Jasmin Noll sind bei der Rebenland-Rallye erfolgreich durchgestartet.  |  NOEN, privat

Der Pfaffenschlager Michael Böhm und seine neue Co-Pilotin Jasmin Noll belegten gleich bei ihrem Debüt Rang drei in der 2WD-Wertung. Gleich vorneweg: Die Rebenland-Rallye war jenes harte Stück Arbeit, das Michael Böhm erwartet hat. Neues Team: Stengg Motorsport, neues Auto: Opel Adam R2, neue Co-Pilotin: Jasmin Noll und neue Ausgangslage: Nicht mehr Favorit in der 2WD-Staatsmeisterschaft, als dreifacher Meister der letzten Jahre aber doch mit gewissem Erfolgsdruck behaftet.

Nach der Nervosität beim Start gelang die Bestzeit auf der zweiten Sonderprüfung. Böhm: „Von da an war ich ruhig.“ Der spätere Sieger Simon Wagner war nicht zu bremsen, doch der steirische Lokalmatador Daniel Wollinger konnte in Schach gehalten werden.

Schreck-Sekunde: Beschädigtes Heck fing Feuer

Ehe auf dem Weg zum zweiten Platz das Schicksal zuschlug: Kurz vor dem Ziel der SP 11 fabrizierte Böhm einen Highspeed-Dreher. „Normalerweise überschlägst du dich da. Aber wir hatten alles Glück der Welt, sind nur ein paar Mal an die Böschung angeschlagen“, schildert der Niederösterreicher. Plötzlich fing das beschädigte Heck Feuer – glücklicherweise reagierte Teamchef Willi Stengg blitzschnell, war mit einem Feuerlöscher zur Stelle und rettete die „heiße Ware“.

Im Endeffekt ist Michael Böhm mit dem dritten Platz ebenso zufrieden wie mit der Performance seiner neuen Beifahrerin: „Es war für Jasmin sicher nicht leicht, in die Fußstapfen von Fünffach-Staatsmeisterin Katrin Becker zu treten. Aber sie hat wirklich einen tollen Job gemacht. Dass es keine leichte Aufgabe wird, meine Titel zu verteidigen, war vorher schon klar. Aber wir werden die Ärmel hochkrempeln und den Kampf annehmen!“