Erstellt am 09. September 2015, 09:37

von Michael Salzer

"Ich will, dass wir höher stehen". Neo-Trainer Christian Karl sprach über weitere Angebote, erste Bilanzen und Ziele.

Das Debüt von Trainer Christian Karl beim SV Waidhofen verlief zwiespältig: Die Gesamtleistung war äußerst vielversprechend, das Ergebnis nicht. "Wir haben keine Punkte geholt, daher kann ich nicht zufrieden sein", fand der neue Übungsleiter klare Worte.  |  NOEN, Michael Salzer

NÖN: Sie sind seit Dienstag neuer Trainer beim SV Waid-hofen/haya. Wie kam es zur Entscheidungsfindung?

Christian Karl: Ich hatte schon Angebote von anderen Vereinen, aber nichts Konkretes. Die Waidhofner haben sich sehr um mich bemüht, dann habe ich mir die Mannschaft in Würmla angeschaut – und zugesagt.

Von welchen Klubs hatten Sie noch Angebote?

Karl: Kann ich nicht sagen, weil das die betreffenden Vereine nicht so gern haben. Aber es waren mehrere aus der Landesliga und einer aus der Regionalliga.

War der 5:2-Sieg in Würmla hilfreich für Ihre Zusage?

Karl: Nein, wir haben schon vorher gute Gespräche geführt. Ich wusste, dass der SV Waidhofen ein gut geführter Verein ist. Ich wollte schon zu einem Klub wollte, wo Potenzial vorhanden ist. Karli Plank hat mir eine Mannschaft hinterlassen, die körperlich sehr gut in Schuss ist.

Bitte um Ihre Bilanz zum ersten Match als SVW-Trainer!

Christian Karl: Wir haben gegen Mannsdorf, also gegen die beste Mannschaft der Liga, gefällig gespielt, die Leistung war in Ordnung. Aber sie haben ihre wenigen Chancen genützt und die Punkte mitgenommen, daher kann ich nicht zufrieden sein.

Werden Sie jetzt, als früherer Torjäger, mit der Mannschaft besonders im Bereich Abschluss arbeiten?

Karl: Nein, es war Pech, nicht Unvermögen. Außerdem bin ich mit der Leistung der Stürmer sehr zufrieden.

Aber welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Karl: Personell wird sich nicht viel ändern, beim System schon. Ich werde viel offensiver aufstellen, will erreichen, dass die gesamte Mannschaft um 15 bis 20 Meter höher steht als jetzt. So hat der Gegner viel weniger Platz zum Spielen.

Mit welchen Vorgaben und Zielen gehen Sie ins nächste Match in Haitzendorf?

Karl: Ich denke, dass es ein Spiel von zwei gleichwertigen Teams auf Augenhöhe wird. Wir fahren dorthin, um zu gewinnen, werden die richtigen Mittel dafür finden.