Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:25

von Maximilian Köpf

Der nächste Coup?. Nach Erfolgen in Bundesliga, Champions League und World Cup geht Stefan Fegerl (28) ins Projekt Titelverteidigung.

In Werner Schlagers Tischtennis-Akademie in Schwechat bereitete sich Stefan Fegerl (li.) auf die EMin Ungarn vor.  |  NOEN, privat

Im Vorjahr katapultierten ihn seine in Österreich bis dahin einzigartigen zwei Goldmedaillen bei der Europameisterschaft in Jekaterinburg in neue Dimensionen. Bei der EM in Budapest zählt Stefan Fegerl schon zu den ganz Großen. Vor allem im Doppel – dort sind er und Joao Monteiro als Titelverteidiger auf Platz eins gesetzt. Im Einzel ist Fegerl als Siebenter dabei.

Die Form stimmt, wie die jüngsten Auftritte des Unterlembachers in der Bundesliga, der Champions League und beim World Cup gezeigt haben. „Nach Olympia war ich etwas ausgelaugt, aber mittlerweile habe ich meine Form wieder gefunden“, sagt er. „Da bin ich auch Borussia Düsseldorf dankbar, sie haben keinen Druck gemacht, mir die Zeit gegeben.“

Auch die Vorbereitung in der Werner-Schlager-Academy sei perfekt verlaufen: „Wir hatten Teams aus Kroatien, Russland und Tschechien zu Gast. Wir haben super trainiert. Ich gehe mit viel Selbstvertrauen in die EM.“ Bei allem Selbstvertrauen – dass der 28-Jährige die Erfolge von 2015 wiederholen wird können, dafür bräuchte es ein kleines Wunder, das weiß auch Fegerl. Einerseits wird in Budapest kein Teambewerb ausgetragen, andererseits war EM-Gold im Doppel mit dem Portugiesen Monteiro beim ersten gemeinsamen Auftritt schon in Russland eine Riesensensation. „Das wird ganz schwer. Wir haben immer noch nicht miteinander trainiert“, betont Fegerl.

Viertelfinale in beiden Bewerben das Ziel

Zumindest ins Viertelfinale wolle man aber schon. „Das ist auf alle Fälle machbar. Und dann kann eh alles passieren.“ Auch im Einzel sei das Viertelfinale realistisch, meint Fegerl. Um dieses zu erreichen, müsste er in der zweiten Runde den Engländer Liam Pitchford ausschalten, mit dem er noch eine Rechnung offen hat, zweimal knapp gegen ihn verloren hat.

Nach Budapest ging es für den Europameister am Dienstagmittag. Erstmals ins Turnier eingreifen wird er am Donnerstag.