Erstellt am 11. Mai 2016, 07:54

von Petra Suchy

Debüt: Lehrgeld bezahlt. Erster Sieg für Silberbauer. Verena Ölzant zahlte bei der Generalprobe für den Ironman in St. Pölten erstes Lehrgeld, bleibt aber weiterhin kämpferisch.

Mit gesteigerter Demut, aber nicht weniger Abenteuerlust läuft Verena Ölzant ihrem ersten Ironman entgegen.  |  NOEN, privat

Während sich bei den Herren im Frühjahrsklassiker in Ober-Grafendorf im Duell der Jungspunde gegen die Oldboys klar die jüngeren Semester durchsetzten – Andi Silberbauer aus Horn gewann die Olympische Distanz (750m/40km/10km) erstmalig in 1:48.42 Stunden, „Iron-Alex“ Frühwirth (LTU Waidhofen) erreichte Platz sechs – siegte bei den Damen die Routine (Simone Fürnkranz/1:57 vor Michaela Rudolf/2:03). Die schnellste Waldviertlerin war die Windigsteigerin Anita Stocklasser (2:25 Stunden) am 19. Rang.

In St. Pölten: Nicht finishen keine Option

Für Verena Ölzant aus Pfaffenschlag war es der erste Triathlon überhaupt und die Generalprobe für ihr großes Ziel, den Ironman 70.3 in St. Pölten am 22. Mai. Sie war eine von drei Frauen, die 2015 über ein Gewinnspiel des Sportlands NÖ einen Start inklusive Profi-Betreuung gewonnen hatte – sie lief unter anderem mit Michi Buchleitner, schwamm mit Christoph Schwarz und radelte mit Franz Stocher. Ihre Lauftrainingspläne lässt sie sich auch von Litschaus Triathlon-Ass Paul Wagesreither verfeinern, der der 33-jährigen Diätologin mit wertvollen Tipps zur Seite steht. Den Feinschliff beim Schwimmen holt sie sich in Litschau bei Andreas Mayr. Seit einem halben Jahr trainiert sie intensiv, zuletzt zwölf Stunden pro Woche.

Dass dann am Samstag doch vieles anderes kam als geplant, hatte Ölzant etwas überrascht. „Ich hab auf der Strecke vorher trainiert, aber dann beim Wettkampf doch mein Niveau über die Disziplinen nicht gänzlich halten können. Beim Schwimmen bin ich so vorgeprescht, dass sich mir in der Wechselzone der Magen umgedreht hat. Es war wirklich sehr anstrengend“, analysiert sie ihr Rennen, das sie nach 2:35 Stunden als 28. Frau beendete.

Mit gesteigerter Demut aber nicht weniger Abenteuerlust fährt die Pfaffenschlagerin in eineinhalb Wochen nun zum Ironman nach St. Pölten – Ölzant: „Beim Radfahren fehlt mir noch das Schmalz, das weiß ich. Aber das Schwimmen hat mir voll getaugt. Mal schauen, wie’s beim zweiten Mal klappt. Auf jeden Fall steht eines fest: Nicht zu finishen ist keine Option!“