Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:12

von Michael Salzer

Bittere Heimpleite beim Saisonstart. Das Team von der USG Groß-Siegharts spielte meist auf Augenhöhe mit, blieb trotzdem ohne Satzgewinn.

Reine Nervensache. Die Sieghartserinnen (von links: Ulrike Lamatsch, Barbara Bauer, Irina Dangl, Katharina Udvari, Alexandra Fenz) zeigten im ersten Heimspiel gegen Schwechat/Sokol 3 kräftig auf, kassierten dennoch eine klare 0:3-Heimpleite - weil sie in den entscheidenden Phasen zittrige Hände kriegen.  |  NOEN, Michael Salzer

GROSS SIEGHARTS - SCHWECHAT/ SOKOL III 0:3. Weil sich Melanie Todt und Nina Biedermann in der Vorbereitung Bänderrisse im Knöchel zugezogen haben, sind die Sieghartserinnen mit zwei neuen Gesichtern in die Landesliga-Saison gestartet: Katharina Udvari aus Wien sprang als Mittelblockerin ein, Nachwuchstalent Miriam Nöbauer spielte erstmals in der Kampfmannschaft. Die SV Schwechat/Sokol III, im Vorjahr überlegener Meister der Landesliga, reiste mit einem jungen, komplett neuformierten Team an.

Die Waldviertlerinnen begannen nervös und liefen von Beginn weg dem Rückstand hinterher. Doch dann erwachte wieder der berüchtigte Kampfgeist der USG-Mädels, und mit einigen sehenswerten Angriff gelang der Ausgleich zum 18:18. In der spannenden Schlussphase führten zittrige Hände wieder zur erhöhten Eigenfehler-Quote bei den Gastgeberinnen – und zum 25:23-Erfolg des SVS-Teams.

Starke Phasen und schwache Nerven

Die USG Groß-Siegharts reagierte mit einer stabileren Annahme, sodass Alexandra Fenz besser aufspielen, zugleich die Top-Scorerinnen Irina Dangl und Ulrike Lamatsch druckvoller und erfolgreicher abschließen konnten. Doch die Gäste steigerten sich ebenfalls, sodass sich ein hochklassiger Schlagabtausch bis zum 20:20 entwickelte. Just bei den Big Points passierten den Sieghartserinnen wiederum unnötige Fehler, und die SVS-Talente durften sich über den 25:22-Sieg freuen.

Im dritten Abschnitt lagen die enttäuschten und verunsicherten USG-Mädels gleich mit 0:6 hinten. Mit einem starken Service von Kapitänin Irina Dangl gelang die Aufholjagd bis zum 11:13. Doch letztlich ging auch der dritte Satz an Schwechat/Sokol, und zwar mit 25:18 Punkten.

„Wir haben großteils auf Augenhöhe gespielt, umso bitterer ist die 0:3-Niederlage“, resümierte USG-Zuspielerin Alexandra Fenz. „Einen Satzgewinn hätten wir uns auf jeden Fall verdient.“

In den nächsten zwei Wochen steht wieder intensives Training auf dem Programm – denn am 18. Oktober wollen die Sieghartserinnen mit den ersten Saison-Punkten aus Ybbs heimreisen…