Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:07

von Michael Salzer

Bittere Pleite in Ybbs. Die Favoritinnen aus Groß Siegharts gingen laut Plan in Führung, agierten danach aber unkonzentriert – 1:3.

Grund zum Jubeln hatten die Sieghartserinnen (von links: Irina Dangl und Ulrike Lamatsch) in Ybbs nur nach dem ersten Satz.  |  NOEN, Michael Salzer

YBBS - GROSS SIEGHARTS 3:1. Nach der Heimpleite zum Saisonstart mussten sich die Waldviertlerinnen auch bei der Premiere von Neo-Trainerin Maria Prohaska geschlagen geben.

Zunächst lief alles nach Plan: Das USG-Team funktionierte in allen Bereichen gut, punktete mitunter auch sehenswert. Mit ihrem starken Service tat sich Ulrike Lamatsch aus dem starken Kollektiv hervor. Gegen Satzende holten die Ybbserinnen auf, mussten sich aber letztlich knapp mit 23:25 geschlagen geben.

Doch der Erfolg tat den Gästen nicht gut. Das unkonzentrierte und ungenaue Spiel führte zum schnellen Rückstand, und diesem hetzten sie bis zum Schluss hinterher, unterlagen mit 20:25 Punkten.

Im dritten Durchgang kam es noch schlimmer, die schwache Annahme entwickelte sich zum Kernproblem der Waldviertlerinnen und führte zur 13:3-Führung der Heimischen. Dann zeigten die Gäste Kampfgeist, doch letztlich war der Rückstand zu groß – 22:25.

In erster Linie müssen wir in den nächsten Wochen
an unserer mentalen Stärke arbeiten.“
Maria Prohaska, Trainerin USG Groß-Siegharts

Im vierten Set lief es wiederum nicht optimal, trotzdem gelang bei 17:17 der Sieghartser Ausgleich. Vor allem Barbara Bauer zeigte mit spektakulären Angriffspunkten auf, auch das Service war in dieser Phase sehr druckvoll – 22:19. Doch dann fehlte die letzte Konsequenz und das nötige Selbstbewusstsein, um den Sack zu verschnüren – 24:24. Die Ybbserinnen begegneten den guten Angriffen mit noch besserer Verteidigung, fixierten so den 3:1-Heimsieg.

„Phasenweise haben die Mädels schon einiges umgesetzt, was wir uns vorgenommen und trainiert haben“, bilanzierte Maria Prohaska nach ihrem ersten Einsatz als Chefcoach. „Trotz großem Rückstand haben wir gut gekämpft, ein Punkt war schon zum Greifen nach. In erster Linie müssen wir in den nächsten Wochen wohl an unserer mentalen Stärke arbeiten.“