Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:43

von Christopher Eckl

Nur Start war stark. Nach zwei ausgezeichneten Sätzen brachen die Sieghartserinnen in der Südstadt komplett ein.

Krisensitzung. Die Groß-Sieghartserinnen (von links: Ulrike Lamatsch, Gisela Schöpke, Katharina Lamatsch, Andrea Höbinger, Barbara Bauer, Trainerin Maria Prohaska) spielten in der Südstadt zwei Sätze lang toll auf, danach ging der Sprit aus.  |  NOEN, Christopher Eckl

SÜDSTADT/PERCHTOLDSDORF - GROSS SIEGHARTS 3:1. Bevor im Jänner die Heimspiel-Serie beginnt, traten die Sieghartserinnen in der Südstadt zum vorletzten Mal auswärts an. Bitter: Kapitänin Irina Dangl fehlte –  diesmal nicht aufgrund ihrer kürzlich ausgeheilten Sprunggelenksverletzung, sondern wegen einer Grippe-Erkrankung.

Der erste Abschnitt lief für die Auswärtigen aber trotzdem nach Wunsch. Die Truppe von Trainerin Maria Prohaska ging voller Elan ans Werk, machte enormen Druck. Die Südstädterinnen fanden erst in der Schlussphase in die Partie, erspielten sich dann aber einen Satzball. Diesen wehrten die Waldviertlerinnen ab, in der Folge streiften sie Satz eins mit 27:25 ein.

Mit dem Erfolg im Rücken legten die Angereisten einen flotten Beginn aufs Parkett: Dank einer bärenstarken Serviceserie von Katharina Lamatsch stand es schnell 7:1! Beinahe genauso rasch war der Vorsprung aber schon wieder geschmolzen.

Nach Satz zwei weg vom Fenster

Kurzzeitig fand die USG in die Form des ersten Satzes zurück, führte mit 13:9. Doch dann steigerten sich die Gastgeberinnen. Bis zum Stand von 22:22 war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, danach entschieden die Heimischen einen langen Ballwechsel für sich – der Knackpunkt in Abschnitt zwei.

Ab Set drei waren die Sieghartserinnen kaum wieder zu erkennen. Es regierten Verständigungsprobleme, diese führten zu Fehlern in allen Spielelementen. Starkes Service brachte den Südstädterinnen eine 8:1-Führung ein. In der Folge zeichnete sich für die Waldviertlerinnen ein Debakel ab, man kam nur zu sieben Punkten. Geringfügig besser lief es im vierten Durchgang. Die Heimischen spielten erneut effizient und annähernd fehlerlos, Siegharts punktete nur neun Mal.

„Die ersten zwei Sätze waren ganz in Ordnung. Im Grunde entsprach da die Leistung unserem Können“, bilanzierte Trainerin Maria Prohaska. Warum dann der große Einbruch kam? „Kein Fokus, kein Mut, kein Vertrauen in sich und in die Mitspielerinnen. Solche Phasen hatten wir auch in den anderen Matches immer wieder, aber keine zwei Sätze lang.“