Erstellt am 11. November 2015, 06:12

von Michael Salzer

Pleite beim Zweiten. Die USG Groß-Siegharts kämpfte in Tulln einmal mehr mit massiven Leistungsschwankungen – 1:3.

Wieder nix: Die Sieghartser Volleyballerinnen (von links: Barbara Bauer und Ulrike Lamatsch) bleiben, nach der insgesamt deutlichen Niederlage bei Langenlebarn, auf dem vorletzten Rang der Landesliga-Tabelle picken.  |  NOEN, Michael Salzer

LANGENLEBARN - GROSS SIEGHARTS 3:1. Vollmotiviert vom ersten Saisonsieg in Böheimkirchen, aber ohne ihre Außenangreiferinnen Irina Dangl (Bänderverletzung im Knöchel) und Sigrid Gruber (krank), reisten die Waldviertlerinnen nach Tulln. Andererseits konnten Melanie Todt und Nina Biedermann wieder eingesetzt werden.

Im ersten Satz hielten die Sieghartserinnen zunächst gut mit, doch im Endeffekt fehlte in allen Bereichen das gewisse Etwas – 25:16 für Langenlebarn. Der zweite Abschnitt entwickelte sich dann zur mittleren Katastrophe: Ein schwacher Start führte zum raschen 0:8-Rückstand. Durch die fehlerhafte Annahme konnten die Gäste nie Druck erzeugen, die Topscorerinnen des heimischen Teams erledigten den Rest – 25:7!

Danach war nur mehr Schadensbegrenzung angesagt. Mittelblockerin Andrea Höbinger wurde in den Außenangriff gestellt, dies löste zunächst einige Verwirrung auf beiden Seiten aus. Bis zur Satzmitte stellten sich die Waldviertlerinnen immer besser auf die neue Situation ein, schafften den Ausgleich – und gingen mit 22:21 Punkten erstmals in Führung. Letztlich gelang der – heftig umjubelte – 25:22-Erfolg.

Dangl: „In Topform spielen wir gut mit“

Im vierten Set ging es mit derselben Aufstellung weiter, doch es kam zum negativen Deja-vu: Schlechte Annahmen und drucklose Angriffe bescherten einen schnellen 0:7-Rückstand. In der Auszeit versuchte USG-Trainerin Maria Prohaska, ihre Spielerinnen nochmals zu motivieren. Mit der Gewissheit, dass sie sowieso nichts mehr zu verlieren haben, kämpften sich die Sieghartserinnen nochmals bis auf vier Zähler heran. Letztlich kam die Aufholjagd aber zu spät und Langenlebarn setzte sich klar mit 25:15 durch. „Sie sind bisher ungeschlagen, dennoch hätten wir uns mehr erhofft“, bilanzierte Co-Trainerin Irina Dangl. „In Topform hätten wir gut mitspielen können, aber mit solchen schwankenden Leistungen kann man bei einem Spitzenteam nichts gewinnen.“

Nichtsdestotrotz wollen die Sieghartser Volleyballerinnen beim folgenden Waldviertel-Derby (am 29. November in Zwettl) wieder voll attackieren…