Erstellt am 27. April 2016, 06:34

von Michael Salzer

„Wir entwickeln uns gut“. Coach Maria Prohaska und ihr Sieghartser Team müssen runter in die zweite Landesliga. Bei ihrer Saison-Analyse ortet sie vor allem mentale Schwächen.

Ist notiert. Maria Prohaska hat in ihrer ersten Saison als Trainerin der USG Groß-Siegharts viele wertvolle Erfahrungen gesammelt.  |  NOEN, Eckl

Aus jeder Krise entsteht eine Chance! Dieses Motto steht bei den Volleyballerinnen der USG Groß-Siegharts, nach dem Abstieg aus der Landesliga, im Mittelpunkt. „Im spielerischen Bereich ist viel weiter gegangen, alle haben gut trainiert, haben sich weiter entwickelt“, sagte Trainerin Maria Prohaska bei ihrer Saison-Analyse. „Das hat man speziell beim letzten Match in Schwechat gesehen. Wir hätten beim souveränen Landesmeister fast gepunktet, haben den vierten Satz ganz knapp mit 24:26 verloren.“

Doch was war der Hauptgrund für die schwache Bilanz (7 Punkte aus 14 Spielen) und den damit verbundenen letzten Platz in der Landesliga-Tabelle? Prohaska: „Natürlich ist es schwierig, so viele Ausfälle zu verkraften. In Summe sind schon vier Spielerinnen in der Baby-Pause, dazu kamen einige Verletzungen. Trotzdem glaube ich, dass viel mehr drinnen gewesen wäre, und zwar mit mentaler Stärke.“

Jüngere Spielerinnen kommen mit Druck nicht zurecht

Ein konkretes Beispiel dazu: „Es kann ja nicht sein, dass wir gegen starke Mannschaften gut mithalten und dann gegen schwächere Teams keine zehn Punkte pro Satz schaffen. Grundsätzlich haben wir oft gezeigt, dass wir gut Volleyball spielen können. Aber da sind einige, speziell die jüngeren Spielerinnen, mit dem Druck nicht zurecht gekommen.“ Unterm Strich stünde eine Fülle an Erfahrungen und Erkenntnissen, die man nun in das Projekt Wiederaufstieg fließen lassen könne, solle und müsse, erklärt Maria Prohaska. „Ich werde jetzt die Sommerpause nützen, um mich im Bereich Mentalcoaching zu informieren und weiter zu entwickeln.“

Für die Nennung von Namen sei es noch zu früh. Aber rund um die Stammspielerinnen der alten Saison will man (bzw. frau) in Groß-Siegharts ein „kleines, aber feines Team“ für den Titelkampf in der zweiten Landesliga aufbauen. „Wir haben einige junge Spielerinnen in der Region, die sich den Sprung in die Landesliga nicht zugetraut haben. Vielleicht können wir die jetzt leichter motivieren, ein- und aufbauen. Wenn uns das gelingt, dann hätte der Abstieg durchaus positive Aspekte mit sich gebracht.“