Erstellt am 18. Juli 2017, 00:57

von Malcolm Zottl

Auf Krankenhaus folgt Stockerlplatz. Nach seinem Sturz gab es für Philipp Eibl und Österreich ein Happy End. Das toppte nur die Show von Sergei Alpatov.

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Das Militärische Fünfkampf-Turnier in Wiener Neustadt wurde wieder zu einer One-Man-Show des Russen Sergei Alpatov. Beim abschließenden Geländelauf zog er einsam seine Kreise, winkte seinen Fans schon zur Halbzeit zu und ließ die Konkurrenz eineinhalb Minuten hinter sich. Aleksei Krylov tütete den russischen Doppelsieg ein. Als Dritter führte Aliaksandr Vasileuski die starke weißrussische Phalanx an. Als bester Österreicher wurde Philipp Eibl Achter, für den das Maria Theresien-Turnier ein Wechselbad der Gefühle war.

Beim spektakulärsten Wettbewerb, der Hindernisbahn, gelang Eibl ein perfekter Lauf, da konnte auch Dominator Alpatov nicht mit. Ein perfekter Lauf? Nicht ganz. Eibl bleibt bei der letzten Hürde hängen und stürzt. Den Sieg holte er sich zwar trotzdem, doch wirkliche Freudenstürme blieben aus – Eibl hatte sich beim Sturz am Knie verletzt. „Wir sind dann sofort mit ihm ins Krankenhaus gefahren“, berichtet Coach Günter Kaiser.

So schlimm wie befürchtet war es dann doch nicht: Eibl holte tags darauf beim Hindernisschwimmen den nächsten Disziplinensieg und baute seine Gesamtführung weiter aus. Doch dann kam der Dämpfer, die Leistung beim Werfen brachte den Sieg außer Reichweite. „Bis auf das Werfen war eigentlich alles gut“, resümiert Eibl. Und für Österreich gab‘s ein Happy End. Eibl, Christian Hofer (18.), Severin Faiman (19.) und Hannes Silberbauer (21.) brachten Österreich im Team auf Platz drei hinter Russland und Weißrussland.

Die WM im August in Ecuador kann kommen. „Dort sind Brasilien und China dabei, es wird deutlich schwieriger“, so Kaiser. Im nächsten Jahr könnte die WM im übrigen wieder in Wiener Neustadt stattfinden. Nach dem Rückzug Chinas gilt Österreich als heißester Anwärter.