Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:03

von Dominik Schneidhofer

Ein Wiedersehen der etwas anderen Art. Michael Leuchtmann und Theresienfeld-Obmann Franz Forafellner mit gemeinsamer Leidenszeit im Krankenhaus.

Ein Bild aus alten Tagen. Michael Leuchtmann (l.), damals bei Theresienfeld, und Theresienfeld-Obmann Franz Forafellner. Nach zwei Krankheiten kreuzten sich die Wege auf seltsame Weise wieder.  |  NOEN, Pürer
Rückblick: Schock um Lanzenkirchen-Spieler Michael Leuchtmann, bei dem eine plötzliche Gehirnblutung auftritt. Leuchtmann wird notoperiert und in künstlichen Tiefschlaf versetzt. „Da wir der Fußball klar zur Nebensache“, meinte Lanzenkirchen-Trainer Andi Zöger damals.

Jetzt spricht Leuchtmann über sein Schicksal. „Ich hatte Glück im Unglück“, meint Leuchtmann nach seiner Genesung. „Ich hatte das Ganze von Geburt an, und irgendwann ist es geplatzt und hat im Kopf geblutet“, spricht Leuchtmann über den Vorfall.

Er wird zum Glück keine bleibenden Schäden davontragen, ab Jänner möchte Leuchtmann wieder arbeiten. Vom Fußballspielen will er aber nichts mehr wissen — obwohl er könnte. „Das hat mich überrascht, wie mir die Ärzte gesagt haben, dass ich ohne Probleme wieder Fußball spielen kann“, hätte Leuchtmann nach seiner Leidenszeit nicht damit gerechnet. Trotzdem wird er die Schuhe an den Nagel hängen:

„Ich bin bald 36, ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören. Ich hätte ein wenig Angst dabei, aber ich will auf alle Fälle Funktionen wie die eines Sportlichen Leiters in Zukunft ausführen“, so Leuchtmann.

Leuchtmann hängt Schuhe an den Nagel

Im Krankenhaus konnte Leuchtmann viel Zeit mit einem alten Weggefährten aus Theresienfelder Tagen verbringen. Theresienfeld-Obmann Franz Forafellner besuchte ihn im Krankenhaus. Drei Tage später war Forafellner nach einem Schlaganfall selbst dort. „Eine seltsame Geschichte“, sind sich beide einig. „Aber wir hatten ja drei sehr schöne gemeinsame Jahre und waren alle Tage beieinander“, konnten die beiden laut Forafellner einiges Revue passieren lassen.

Auch Forafellner kann nach seinem Schlaganfall wieder auf eine vollständige Genesung bauen. „Es hat sich alles wieder normalisiert, obwohl die Voraussetzungen nicht gerade gut waren“, gibt Forafellner Einblicke in seinen Krankheitsverlauf. Während Leuchtmann das Krankenhaus schon verlassen durfte, muss Forafellner noch bis Freitag ausharren.

Ab jetzt wird der Theresienfeld-Obmann aber mehr auf sich selbst achten. „Ich wollte es immer allen recht machen und habe zu wenig auf mich selbst geschaut“, so Forafellner. Besonders einem Mann möchte er in seiner Abwesenheit Lob aussprechen. „Was Hermann Bauer geleistet hat, Hut ab“, bedankt sich Forafellner.