Erstellt am 21. März 2017, 02:31

von Malcolm Zottl

„Große Enttäuschung“ für Rumpler bei EM. Bei der U22-Europameisterschaft war für Marcel Rumpler in Runde eins Schluss. Punkterichter sahen Gegner ganz knapp vorne.

Auf nationaler Ebene macht Marcel Rumpler niemand etwas vor, bei der U22-EM gab‘s eine ganz knappe Niederlage.  |  NOEN, zVg

Eigentlich wollte der Wiener Neustädter Boxer Marcel Rumpler bei der U22-EM in Rumänien auf Medaillenjagd gehen. Doch diese Jagd wurde jäh beendet. Bereits in Runde eins unterlag Rumpler dem Ungarn Laszlo Kozak. „Die Enttäuschung ist groß, weil das Training für die EM sehr hart und der Kampf ganz knapp war“, seufzt Rumpler, der in der Welterklasse (bis 69 Kilogramm) kämpft.

In der Vorbereitung trainierte Rumpler gemeinsam mit dem Gegner – schon da sei absehbar gewesen, dass es knapp wird. „Ich hab mich bemüht fokussiert und konzentriert in den Kampf zu gehen. Ich habe alles gegeben und mit einem Punkt verloren“, hadert Rumpler.

Fünf Kampfrichter waren im Einsatz. Zwei sahen Rumpler vorne, drei seinen Konkurrenten – 2:3 und der Ringrichter hob die Hand des Ungarns. „Bei der EM sind die Schiedsrichter international. Jedes Land sieht Boxen anders“, weiß Rumpler, dass auf diesem Niveau Nuancen den Ausschlag geben. „Aus Niederlagen lernt man. Auf jeden Schritt, auf jeden Schlag kommt‘s an“, will Rumpler nun bei der EM der allgemeinen Klasse im Juni in der Ukraine angreifen.