Erstellt am 19. April 2016, 05:54

von Fritz Hauke

Nächste Runde im Poker um Lizenz. Wiener Neustadt sieht sich mit harten Nachfragen konfrontiert, Unterstützung von der Stadt.

Hans Reinisch, Präsident des SC Wiener Neustadt.  |  NOEN, Foto: Baldauf
Als „schwerste Managementaufgabe“ bezeichnete SC-Präsident Hans Reinisch die Abgabe der Lizenzunterlagen. Und sein Job und der seiner Vorstandskollegen wurde in den vergangenen Tagen nicht leichter. „Die Bundesliga möchte hundert Prozent der Sponsorenverträge unterschrieben vorliegen haben“, verrät Reinisch die knallharte Nachfrage von der Liga.

Jetzt gilt es, noch einmal einen Gang höher zu schalten. Reinisch: „Wir haben, wie in der Vergangenheit auch, circa sechzig Prozent der Verträge unterschrieben. Achtzig Prozent ist realistisch, hundert Prozent ist eigentlich ein Wahnsinn.“

Will Liga auf Nummer sicher gehen?

Warum die Bundesliga jetzt die Zügel anzieht, ist für Reinisch nur so erklärbar: „Anscheinend wollen sie nach den Vorfällen bei Austria Salzburg jetzt auf Nummer sicher gehen. Oder sie wollen, dass drei, vier Vereine die Lizenz nicht bekommen, damit nur noch eine einzige Liga bestehend aus 16 Mannschaften übrig bleibt.“

Neben den Sponsoren aus der Wirtschaft braucht der SC Wiener Neustadt natürlich auch den Rückenwind aus der Politik. „Wir sind in Kontakt mit Bürgermeister Klaus Schneeberger“, so Reinisch.

Der Ausschuss für Sicherheit, Sport, Jugend und Markt wird dem Gemeinderat einen Beschluss für eine Förderung vorlegen. 200.000 Euro sollen dem SC Wiener Neustadt zur Verfügung gestellt werden – allerdings nicht Cash auf die Hand, zur freien Verfügung, sondern in Form einer Gegenverrechnung von diverser Leistungen der Stadt. Laut Ausschuss gilt diese Transaktion daher für das Budget 2016 als budgetneutral.

Wie denkt ihr darüber? Stimmt ab!