Erstellt am 16. Mai 2017, 06:47

von Malcolm Zottl

Sieg nach Attacke, Sturz und Platz zwei. Hermann Pernsteiner holt Podest in Aserbaidschan. Am Mountainbike gab‘s Sieg.

Hermann Pernsteiner (in rot) kletterte am letzten Tag der Aserbaidschan-Rundfahrt von Rang sieben noch aufs Stockerl.  |  zVg

Radsportler Hermann Pernsteiner wird die Frühjahresrennen 2017 so schnell nicht vergessen. Am Mountainbike holte er seinen größten Sieg bei einem Eintagesrennen und auf der Straße kletterte er auf das Podest einer landesweiten Rundfahrt.

Beim Mountainbike-Rennen am Gardasee holte sich Pernsteiner den Sieg beim prestigträchtigsten Frühjahresklassiker. „Beim Rennen ist es mir nicht so gut gegangen. Am letzten Anstieg war noch eine große Gruppe beisammen“, berichtet der 26-Jährige. „Ich habe mir gedacht, ich probiere es mit der Attacke und die Lücke ist aufgegangen. Auf den letzten 20 Kilometern habe ich es nicht mehr hergegeben“, so Pernsteiner.

Nur drei Tage später ging es zur Aserbaidschan-Rundfahrt (gleiche Kategorie wie Ö-Rundfahrt). „Ich habe mir nicht so viel erwartet, weil die Anstiege dort zwar lang, aber auch flach sind. Das kommt mir nicht so zu gute“, war dem Kirchschlager erst nach der zweiten Etappe und Gesamtrang sieben klar, dass das Podium möglich ist.

Und auf der vorletzten Etappe wäre der Traum beinahe geplatzt. Pernsteiner wird in einen Massensturz verwickelt, seine Kollegen bringen ihn erst 400 Meter vor der Ziellinie wieder ans Hauptfeld heran. „Es war eine nervenaufreibende Rundfahrt mit vielen Stürzen und Windkanten“, so Pernsteiner. Bei der Bergankunft am letzten Tag kletterte er noch auf den zweiten Gesamtrang. Das Podest im Vergleich zu Platz sechs bei der Ö-Rundfahrt im Vorjahr: „Im eigenen Land ist es was Eigenes. Sportlich ist es ein riesengroßer Erfolg. Ich würde sagen, es ist gleich viel wert“.