Erstellt am 23. Februar 2016, 00:59

von Malcolm Zottl

Schlager schlägt groß auf. Die Tischtenniswelt macht große Augen. Werner Schlager ist zurück. Mit 43 Jahren feiert der Ex-Weltmeister bei der Team-WM in Kuala Lumpur ein überraschendes Comeback.

Wie in alten Tagen, Werner Schlager möchte bei der Team-WM in Malaysien für Furore sorgen. Am Bild: 2003 wurde Werner Schlager Weltmeister und durfte den WM-Pokal entgegennehmen.  |  NOEN, Franz Baldauf

Werner Schlager – wer kennt ihn nicht? Für viele ist er spätestens seit seinem WM-Titel 2003 ein sportliches Idol. Nach der Weltmeisterschaft 2013 war es ruhig geworden um den Wiener Neustädter. Viele vermuteten einen Abschied auf leisen Sohlen, doch nun sehen sich die Experten getäuscht. Bei der WM in Kuala Lumpur wird Schlager wieder an der Platte stehen.

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Daniel Habesohn wird der 43-Jährige gemeinsam mit Stefan Fegerl, Robert Gardos, Chen Weixing und Dominik Habesohn um Edelmetall kämpfen. Dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, bewies Schlager beim Einladungsturnier in Saarlouis. Auf dem Weg zum Turniersieg schlug er unter anderem auch den deutschen Europameister und Weltranglisten-Fünften Dimitrij Ovtcharov.

"Nur hinfahren ... und keine Leistung bringen,
das spielt es bei mir sicher nicht"

Wer beim Blitzcomeback des früheren Weltranglistenersten an einen PR-Gag denkt, ist auf der falschen Spur. „Ich freue mich darauf, weil es etwas ist, in dem ich gut bin, das ich kann und auch immer noch kann. Nur hinfahren und den Schläger halten und alle Partien verlieren und keine Leistung bringen, das spielt es bei mir sicher nicht“, erklärt Schlager im Interview mit orf.at. Schlager weiß aber auch, dass man die Kirche im Dorf lassen muss: „Es ist sicherlich nicht so, dass ich hinfahre und sage: Jetzt kommt der Weltmeister wieder und haut alle rein. Das wäre zu schön, aber das spielt es einfach nicht.“

Ob Schlager nach der WM wieder zurückkehrt, ist ungewiss. Olympia ist kein Thema, aber Schlager könne sich vorstellen, auch ein Comeback in der Champions League zu geben.