Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:27

von Malcolm Zottl

Sesselrücken bei Erzrivalen. Jürgen Kutrovatz ist nicht mehr Howodo-Trainer, Christian Vollnofer legte in Wiesmath zurück.

 |  NOEN, APA (epa)

Vergangenen Montag: Mannschaftssitzung beim SC Hochwolkersdorf. Wie soll es weitergehen? Soll Jürgen Kutrovatz Trainer bleiben? Am Ende des Abends war die Antwort klar: Nein.

„Wir haben sachlich darüber gesprochen. Ich bin niemanden böse, so ist eben das Geschäft“, nimmt Kutrovatz die Entscheidung relativ gelassen. Das Ende seiner Tätigkeit beim SC Hochwolkersdorf bedeutet für den 39-jährigen Kutrovatz wohl auch das Ende seiner aktiven Karriere: „Ich glaube, die Zeit ist reif aufzuhören.“ Für Rohrbach und Eisenstadt durfte Kutrovatz über 100 Mal in der Regionalliga Ost auflaufen. In Niederösterreich spielte er neben Hochwolkersdorf auch für den SC Schwarzenbach. Das Ende der sportlichen Laufbahn heißt aber nicht, dass sich Kutrovatz ganz aus dem Fußballgeschäft zurückziehen wird: „Ich möchte auf jeden Fall im Fußballgeschäft bleiben, egal ob als Trainer, oder vielleicht als Funktionär.“

Beim SC Hochwolkersdorf brechen nach der zweieinhalbjährigen Amtszeit Kutrovatz‘ jetzt neue Zeiten an – nicht zur Freude aller: „Ein Trainerwechsel vier Runden vor der Winterpause macht eigentlich keinen Sinn, leider hat das der Vorstand anders gesehen“, so Hochwolkersdorfs Sportlicher Leiter Manfred Haller. Interimistisch übernimmt Kapitän und Reservetrainer Mario Graf das Ruder. „Jetzt einen Trainer zu finden, ist nahezu unmöglich. Es war auch der Wunsch der Mannschaft, dass ich interimistisch übernehme“, erzählt Graf.

„Nach der letzten Herbstrunde werden wir uns zusammensetzen und über die weitere Zukunft entscheiden, aber jetzt soll Graf einmal in Ruhe arbeiten“, meint Haller. Es könnte sein, dass Graf auch als langfristige Lösung in Frage kommt. Er selbst will davon aber noch nichts wissen: „Mein Fokus liegt jetzt auf den ausstehenden Spielen, alles andere wird sich weisen.“

Hafenscher bis Winter Wiesmath-Trainer

„Es sind gesundheitliche Gründe, die mich zu dieser Entscheidung bewogen haben“, erklärt Wiesmath-Trainer Christian Vollnhofer. Wegen einer Viruserkrankung konnte Vollnhofer die letzten Wochen das Mannschaftstraining nicht mehr leiten. „Wir haben gemeinsam beschlossen, dass das so keinen Sinn mehr macht“, so Vollnhofer. Nun will er erst einmal wieder vollkommen fit werden, doch dann kann er sich ein Comeback auf der Trainerbank durchaus vorstellen: „Ich möchte mich im Winter oder im Frühjahr wieder einer neuen Herausforderung stellen“, denkt Vollnhofer schon positiv in die Zukunft.

Vor allem die freundschaftliche Zusammenarbeit schätzte Vollnhofer: „Ich möchte mich beim ganzen Verein für die tolle Zusammenarbeit in den letzten dreieinhalb Jahren bedanken. Ich werde immer gerne nach Wiesmath zurückkommen.“

Bis zur Winterpause wird Franz Hafenscher die Wiesmather betreuen. „Ich bin seit zehn Jahren im Verein und kenne viele Spieler auch aus meiner Zeit als U17-Trainer, deshalb habe ich jetzt übernommen“, so Hafenscher. Wer den SK Wiesmath im Frühjahr trainieren wird, ist noch ungewiss. „Dazu ist noch keine Entscheidung gefallen“, erklärt Hafenscher.