Erstellt am 21. Juni 2016, 06:10

von Kristina Veraszto

Trauer um Kurt Statzinger. Der Tod des weit bekannten und erfolgreichen Motorsportlers und Unternehmers Kurt Statzinger versetzt Lichtenwörth in Trauer.

Kurt Statzinger galt als einer der erfolgreichsten Motorsportler in Niederösterreich.  |  NOEN, zVg

Kurt Statzinger, der erfolgreichste Motorsportler in den Fünfziger- und Sechzigerjahren in Niederösterreich, ist nicht mehr: Der Lichtenwörther Kurt Statzinger verstarb am Samstag im 83. Lebensjahr.

Er wurde durch seine großartigen Erfolge im Moto-Cross-Sport bald zu einer Legende, war im Motorsport eine Leitfigur, welche die Zuschauer massenhaft anzog.

Bei den Heimrennen in Wimpassing und Sittendorf waren die Rennen mit Kurt Statzinger meist ausverkauft. 25.000 Fans jubelten dem Lichtenwörther zu, der fast immer gewann.

Er holte insgesamt sechs Staatsmeistertitel im Moto-Cross und galt als fast unschlagbar. Viermal war er österreichischer Moto-Cross-Cupsieger.

Aber auch im Ausland war er oft siegreich, wurde zum ,,König“ der Moto-Cross-Fahrer. Goldmedaillen bei den Sixdays 1956 und 1960 machten ihn noch populärer. Viele Auszeichnungen, etwa das Motorsportehrenzeichen in Gold, und seine Erfolge gaben ihm in der österreichischen Motorsportgeschichte einen Ehrenplatz.

Auch die Firma KTM hatte ihren Spitzenfahrer nicht vergessen. Vor einigen Jahren wurde ein neues Moto-Cross-Modell Kurt Statzinger gewidmet. Trotz seiner Erfolge blieb Statzinger stets sympathisch und bescheiden, galt als verlässlicher Partner und Freund.

Auch wirtschaftlich konnte er Erfolge feiern. 1958 übernahm er als Meister den elterlichen Bäckereibetrieb in Lichtenwörth, in dem er bis zuletzt aktiv mitarbeitete. Als Anerkennung erhielt er den Ehrenring der Gemeinde. Das Begräbnis findet am 24. Juni um 11 Uhr auf dem Ortsfriedhof in Lichtenwörth statt.