Erstellt am 21. September 2015, 07:52

von Dominik Schneidhofer

Unruhe nach Stadtderby. HW wollte nach der 2:0-Niederlage gegen Club 83 Protest beim Verband einlegen.

Lukas Pfeiffer  |  NOEN, zvg

Rückblick: Club 83 empfing in der letzten Woche den Stadtrivalen HW. Die Hausherren konnten sich mit 2:0 durchsetzen. Doch HW überlegte, beim Verband zu protestieren. Stein des Anstoßes: Der gesperrte Club 83-Goalie und Sportliche Leiter Lukas Pfeiffer. „Er hat am Spielfeldrand nichts verloren“, kann HW-Obmann Werner Konecny nicht nachvollziehen, wieso der Gesperrte teilweise sogar auf der Bank saß. Dass Pfeiffer nebenbei Sportlicher Leiter ist, war Konecny nicht bekannt.

„Nemere Kovacs oder Christopher Hatzl sitzen als
Sportliche Leiter bei ihren Vereinen auch auf der Bank.“ 
Club 83-Keeper und Sportlicher Leiter Lukas Pfeiffer.

„Das weiß ich nicht, aber als gesperrter Spieler hat er dort nichts zu suchen.“ Die ganze Aufregung kann der in der Kritik stehende Pfeiffer nicht nachvollziehen. „Ich muss ehrlich sein, dass ich die genauen Regeln nicht kenne, aber ein Nemo Kovacs (Eggendorf) oder Christopher Hatzl (Weikersdorf ) sitzen als Sportliche Leiter auch auf der Bank, da hat sich noch niemand beschwert“, versucht Pfeiffer einen Vergleich darzustellen und ergänzt, „wir haben die Partie 2:0 gewonnen und das war’s, ich finde das Ganze lächerlich.“ Einspruch hat HW am Ende nicht eingelegt. „Wir haben uns erkundigt, was wir machen könnten, aber wir wollten am Ende auch nicht als schlechter Verlierer dastehen“, erklärt Konecny, wieso sich der Verein am Ende nicht beim Verband gemeldet hat.

Hartes Einsteigen war nach dem Spiel ebenso heiß diskutiertes Thema. Club-Keeper und Ex-HWler Patrick Varga stieg Manuel Tichy auf den Kopf. Der Schiedsrichter gab ihm Gelb. „Eine Frechheit, den Schiri werden wir bei der nächsten Sitzung ansprechen“, kann Konecny die Entscheidung nicht nachvollziehen. Außerdem soll Klemens Hofer Christian Aflenzer böse gefoult haben.

Hintergrund

Wortgefechte nach Stadtderby.
Letzte Woche besiegte Club 83 den Stadtrivalen HW im Derby mit 2:0. Nach der Partie überlegte HW, ob sie Einspruch einlegen wollen. Der Grund: Der gesperrte Club-Keeper Lukas Pfeiffer saß auf der Bank, nebenbei ist er beim Verein allerdings noch Sportlicher Leiter. Grundsätzlich dürfen gesperrte Spieler nicht auf der Ersatzbank Platz nehmen. Deswegen wollte HW Einspruch einlegen.

„Lächerlich.“ Nachvollziehen kann Club 83-Keeper und Sportlicher Leiter Lukas Pfeiffer (Bild) die Überlegung von HW, Einspruch einzulegen, nicht. „Wir haben 2:0 gewonnen und das war’s. Wir haben sportlich gewonnen. Ehrlich gesagt finde ich die Vorgehensweise von ihnen lächerlich.“ Anders sieht das HW-Obmann Werner Konecny: „Auf dem Spielfeldrand hat er als gesperrter Spieler nichts verloren.“